Smartphones verändern das Kaufverhalten

Google-Produkte in der Nutzergunst vorn

Bei der Nutzung von Smartphones und Tablets gibt es zwischen Männern und Frauen nach wie vor einige Unterschiede. Während in den USA die Verbreitung der Smartphones bei Männern und Frauen inzwischen etwa gleich stark ist, gibt es in Europa noch eine größere Differenz. So haben in den fünf europäischen Ländern 56 Prozent der Männer ein Smartphone, während es bei den Frauen nur 44 Prozent sind. Am größten ist die Verbreitung der Geräte in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen.
Männer nutzen ihr Smartphone besonders häufig, um genauere Produktinformationen herauszufinden und Preise zu vergleichen. Frauen machen dagegen stärker von den Social-Media-Funktionen der Geräte Gebrauch. Für sie ist es wichtig, ihr Shopping-Erlebnis mit ihren sozialen Kontakten zu teilen. Überhaupt erfährt die Nutzung von Social Media durch das mobile Internet einen kräftigen Schub, meint comScore. 64,2 Millionen Smartphone-Nutzer in den USA und 48,4 Millionen europäische User greifen von unterwegs auf eines oder mehrere soziale Netzwerke zu. Anhand der comScore-Zahlen ist deutlich zu erkennen, dass der Konsum von Blogs und Social Media über Smartphones und Tablets im Jahr 2011 stark zugenommen hat. Die Zahl der täglichen Nutzer stieg in den USA um 88 Prozent, in Europa hat sich der Prozentsatz sogar verdoppelt.
Soziale Apps besonders beliebt 
Kein Wunder also, dass Facebooks mobile App sowohl bei den iOS-Nutzern als auch bei den Android-Usern unter den vier am stärksten genutzten Apps ist. An der Spitze stehen jedoch bei beiden Nutzergruppen Google-Produkte. Am häufigsten verwenden die Nutzer von iPhone und iPad die Apps von Youtube, Google Maps und Facebook. Bei den User von Android-Smartphones sind es Google Search, GMail und Google Maps.
Obwohl die iPhones 3GS, 4 und 4S sowohl in den USA als auch in Europa im Jahr 2011 zu den fünf beliebtesten Smartphones gehörten, pronostiziert comScore vor allem für Android eine rosige Zukunft. Das Google-Betriebssystem wird auf immer mehr Geräten verschiedener Hersteller installiert und erreicht allein dadurch einen riesigen Marktanteil. In Europa hat Android schon Ende 2011 den größten Marktanteil bei den Smartphones.
Die Zukunft von RIM scheint eher problematisch. In den USA hatten die Geräte im vergangenen Jahr noch einen verhältnismäßig guten Stand. Das werde sich vermutlich 2012 ändern. Großes erwarten sich die Marktforscher jedoch von Microsoft und der Allianz mit Nokia. Sowohl in den USA als auch in Europa könnte hier den beiden Platzhirschen Google und Apple ein mächtiger Gegner erwachsen. Allerdings lassen sich auch große Veränderungen im Smartphone- und Tabletmarkt nicht ausschließen, erklären die Forscher. Ein Blick in die Vergangenheit zeige, dass sich auch große plötzliche Verschiebungen ergeben könnten, wie der Niedergang von Palm in den vergangenen Jahren gezeigt habe.
Für seine Studie "Mobile Future in Focus" nutzte comScore eine große Datenbasis. Untersucht wurden 10.000 Handynutzer in den USA, jeweils 5.000 Handybesitzer in Deutschland und Großbritannien, sowie 4.000 in Frankreich, Italien und Spanien, die jeweils mindestens 13 Jahre alt waren.



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