Umfrage zur Second-Screen-Nutzung 02.09.2013, 15:06 Uhr

Fast jeder Zweite nutzt Smartphones beim Fernsehen

Die deutschen Wohnzimmer werden immer interaktiver. Einer Umfrage zufolge nutzt inzwischen fast jeder zweite Deutsche sein Smartphone oder Tablet beim Fernsehen. Oft um Zusatzinformationen zum laufenden Programm zu bekommen, aber auch zum Austausch mit Anderen.
Mehr als vier von zehn Personen, nämlich 43 Prozent der deutschen Fernsehzuschauer nutzen parallel zum TV-Programm Smartphones, Tablets oder Laptops. Das Phänomen ist vor allem bei jungen Nutzern zu beobachten, die zum Beispiel nach weiteren Infos zum Hauptdarsteller eines Films suchen. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Kabelnetzbetreibers Kabel Deutschland anlässlich der IFA 2013 in Berlin.
Bei der Altersgruppe der unter 34-Jährigen sitzen demnach 63 Prozent mit einem internetfähigen Gerät vor dem Fernseher. Dabei konzentriert sich nur ein Drittel der jungen Zuschauer vollständig auf das Fernsehprogramm. Anders sieht es bei den über 55-Jährigen aus: Über 70 Prozent der älteren Befragten schenken dem Fernsehschirm ihre ganze Aufmerksamkeit. Unterschiede ermittelte die Studie auch bei den Geschlechtern: So nutze fast die Hälfte der Männer Smartphones und Co parallel zum Fernsehprogramm - bei den Frauen sind es hingegen nur 38 Prozent.
Die Geräte werden aber nicht nur genutzt, um Zusatz- oder Hintergrundinformationen zum laufenden TV-Programm abzurufen, sondern auch um Informationen weiterzugeben. Viele Zuschauer tauschen sich in sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook über Sendungen und Filme aus, die sie sich gerade ansehen. Die Daten basieren auf einer repräsentativen Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Ipsos im Zeitraum vom 29. Juli bis 1. August 2013 im Auftrag von Kabel Deutschland durchgeführt hat. Insgesamt wurden 1.000 Personen ab 14 Jahren in Deutschland befragt.
Dass sich der Second Screen dauerhaft neben dem TV als Parallelmedium durchsetzen wird, prognostiziert auch eine Studie der Unternehmensberatung Anywab. Die Ablenkung des Fernsehzuschauers entwickle sich dabei zunehmend zur Gefahr für die Sender.



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