Studie "Business-Motor mobiles Internet" 01.04.2010, 14:11 Uhr

Mobiles Web unterstützt den Vertrieb

Von budgetverantwortlichen Entscheidern gehen 63 Prozent davon aus, dass sie bis 2013 die für ihr Unternehmen wichtige Zielgruppe effektiv über das mobile Internet erreichen. Wirtschaftlich lohnt sich der Einsatz vor allem, um den Verkauf anzukurbeln und den Service zu verbessern.
Studie "Business-Motor mobiles Internet" (Foto: istock/muratkoc)
Das ergaben zwei von Rio Mobile beauftragte und im Februar sowie im März 2010 vom Hamburger Marktforschungsinstitut Ears and Eyes durchgeführten Onlinebefragungen, an denen insgesamt 505 Entscheidern mit Budgetverantwortung teilnahmen.
Zu den lohnenden Einsatzgebieten nannten die Befragten neben Vertriebsunterstützung (73 Prozent) und Service (73 Prozent) auch die Produktvermarktung (47 Prozent). Mobile Bezahldienste (35 Prozent), Branding und Markenkommunikation (31 Prozent) sowie mobiler Verkauf (30 Prozent) nennt rund einem Drittel der Befragten. Nur fünf Prozent sehen keine wirtschaftlich lohnenswerten Einsatzbereiche für das mobile Internet.
Eigene Apps werden für Unternehmen selbstverständlich. Bis 2013 sei in Deutschland mit einer Million Unternehmens-Apps von etwa 500.000 unterschiedlichen Firmen und Marken zu rechnen, so die Studie Business-Motor mobiles Internet. 65 Prozent der Befragten schätzen Apps als relevantes Hilfsmittel in der Produktvermarktung vor dem Kauf ein.
Webseiten für mobile Endgeräte und Apps setzen 56 beziehungsweise 54 Prozent der Befragten bereits ein – oder planen zumindest, diese in naher Zukunft anzubieten. Danach folgen SMS/MMS-Mailings (48 Prozent) sowie Werbebanner auf mobilen Webseiten (46 Prozent).
Angesichts der Umfrageresultate und der genannten Indikatoren geht Rio Mobile davon aus, dass Mobile Commerce wird durch technische Innovationen und die Anpassung an die Nutzungssituation zu einem eigenständigen Vertriebskanal erwachsen. Bereits 2013 sollen 20 Prozent der Umsätze im Onlinehandel über das mobile Internet abgewickelt werden. Zudem stehe der Durchbruch für Location Based Services bevor. In einer nächsten Entwicklungsstufe seien „Motion Based Services“ (MBS) zu erwarten, die neben dem Standort auch Weg, Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit der Nutzer berücksichtigen.
Werbung im mobilen Internet wird sich der Studie zufolge perspektivisch in Dienste hinein verlagern oder selbst den Charakter von Diensten annehmen. Sie werde sich stärker an den individuellen Wünschen und Interessen der Nutzer orientieren und damit an Akzeptanz gewinnen.



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