E-Books bringen in den USA erstmals mehr Umsätze als Hardcover 18.06.2012, 13:44 Uhr

Digitale Bücher auf Aufholjagd

In den USA haben elektronische Bücher beim Nettoumsatz erstmals die Hardcover-Ausgaben abgehängt. Das ergab eine Statistik der (AAP), der Vereinigung der US-Buchverleger, für das erste Quartal 2012.
Die zunehmende Nutzung von mobilen E-Reading-Geräten, wie Smartphones, Tablets oder professionellen E-Readern wirken sich auf die Umsätze mit E-Books aus: Die Erlöse der elektronischen Bücher für Erwachsene lagen in den USA zum ersten Mal über denen der Hardcover-Ausgaben. Im ersten Quartal 2012 brachten das digitale Lesevergnügen Umsätze von 282,3 Millionen Dollar. Das ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Zuwachs von 28,4 Prozent.
Die Umsätze bei den E-Books für Kinder und Jugendliche stiegen ebenfalls: Im ersten Quartal 2012 lagen sie bei 64,3 Millionen Dollar – eine Steigerungsrate von 233 Prozent.
Bei den Hardcover-Büchern für Erwachsene lagen die Erlöse für das erste Quartal dieses Jahres bei 229,6 Millionen Dollar – ein Jahr zuvor konnten die Hardcovers noch 335 Millionen Dollar Umsatz erzielen.
Die Taschenbücher bleiben allerdings unangefochten an der Spitze. Sie liegen mit 299,8 Millionen Dollar Umsatz immer noch ganz vorne – mussten aber im Vergleich zum Vorjahr (335 Millionen Dollar Umsatz) einen Umsatzrückgang hinnehmen.
Für die AAP-Statistik lieferten 1.189 Verlage ihre Verkaufszahlen. Nicht berücksichtigt wurden dabei Hardcover-Kinderbücher.
Bei Amazon lagen die E-Book-Umsätze dank des Kindle-Verkaufsschlagers bereits Weihnachten 2009 über den Erlösen der gedruckten Bücher.


Das könnte Sie auch interessieren