Mit Swarm Freunde finden 02.05.2014, 12:30 Uhr

Foursquare erfindet sich neu

Anfangs war Foursquares Geo-Verortung mit seinen Check-ins radikal neu. Doch Nutzer suchen lieber nach Freunden als nach Geschäften. Deshalb bringt das Unternehmen nun die App "Swarm" auf den Markt.
(Quelle: Swarmapp.com )
User nutzen Foursquare für zwei Zwecke: Zur konkreten Suche nach Restaurants und Geschäften oder zum Überprüfen, welche Freunde sich in der Nähe aufhalten. Die anfängliche Prämisse, die Freunde im nächsten Café zu finden und zu treffen, scheint in der Praxis allerdings wenig Umsetzung zu finden. Nur fünf Prozent aller Foursquare-Searches verbinden die Suche nach Freunden mit der nach Restaurants oder Geschäften.
Nachdem Foursquare dieses Auseinanderklaffen der Suchanfragen aufgefallen ist, geht das Geolocation-Unternehmen jetzt einen neuen Weg: Foursquare bringt zwei gesonderte Apps heraus, die die beiden Motive trennen - und unter anderem damit die vielen Nutzern lästig erscheinende Aufforderung zum Einchecken umgehen, wenn sie nur nach Kontakten gesucht haben, so Firmengründer Dennis Crowley bei der Vorstellung der Pläne auf dem Tech-Blog The Verge.
Als erstes erscheint in den nächsten Wochen die neue App Swarm, über die Freunde einander ihren Aufenthaltsort mitteilen können. Dieser wird automatisch übertragen. Doch auch das Finden von neuen Geschäften und Restaurants gibt Foursquare natürlich auch nicht auf. Angesichts von den seit Firmengründung zusammengetragenen Daten wie sechs Milliarden Check-ins in 60 Millionen Geschäften weltweit wäre das auch ein Fehler. Mit diesen Informationen arbeitet Foursquare weiterhin in seiner  bestehenden App, die unter dem bisherigen Namen weitergeführt wird, aber im kommenden Sommer völlig überarbeitet neu erscheinen soll.
Die Aufsplittung seines Dienstes ist ein radikaler Schritt, den Foursquare im Hinblick auf die Monetarisierung seines Angebots vornimmt. In dieser Hinsicht ist das Unternehmen in den vergangenen Monaten äußerst aktiv gewesen. Der Deal mit Bing, über den Foursquare Location-Daten in die Microsoft-Suchmaschine eingespeist werden, brachte Foursquare 15 Millionen US-Dollar. Eine Finanzierungsrunde im Dezember 2013 spülte 35 Millionen US-Dollar in die Kassen des Geolocation-Dienstes.



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