Expert Insights 15.12.2015, 08:00 Uhr

Der neue "Push" fürs Mobile Marketing?

Push-Nachrichten sind nicht nur im Fall von Breaking-News, sondern auch bei attraktiven Deals und Angeboten relevant. Doch was genau sollten Advertiser für eine erfolgreiche Push-Strategie beachten?
Ulf Richter, Geschäftsführer von optivo
Breaking News, die von bekannten Apps wie Spiegel Online, Focus oder N-TV per Push-Mitteilung auf dem Smartphone angezeigt werden, haben sich als Medium für schnelle News etabliert. Doch Push-Mitteilungen bieten auch bei attraktiven Deals und Sonderangeboten zahlreiche Vorteile: Denn durch zeitlich begrenzte, speziell ausgestaltete Angebote lassen sich Kunden besonders effektiv aktivieren - nicht zuletzt wenn die Maßnahmen mit anderen Kanälen kombiniert werden. Doch was genau sollte der Marketer für eine erfolgreiche Push-Strategie beachten?
Immer mehr Kunden sind per Smartphone und Tablet regelmäßig erreichbar. Deshalb bieten schnelle und fokussierte Nachrichten erstklassige Kommunikationschancen. Hierbei stellt sich für den Marketer aber immer auch die Frage nach dem "Wie" und dem "Wann". Durch ihren Breaking-News- oder Deal-Charakter können Push-Mitteilungen den Empfänger unmittelbar aktivieren. Nicht zuletzt bei zeitlich begrenzten Angeboten oder speziellen Rabattaktionen, wie zum Black Friday oder versandkostenfreien Angeboten, lassen sich damit gezielt Käufe anstoßen. Idealerweise werden Push-Mitteilungen, abhängig von vordefinierten "Triggern", automatisiert versendet und mit den Maßnahmen in anderen Kanälen orchestriert.

Was benötigt der Marketer, um Push-Mitteilungen zu versenden?

Grundvoraussetzung für den Push-Versand ist eine eigene App, die sich Kunden aus dem iTunes App Store oder Google Playstore herunterladen können. Der Marketer kann hierbei auf eine selbst entwickelte Lösung setzen oder einen spezialisierten Dienstleister beauftragen. Bei der Beauftragung eines externen Spezialisten sollte ein besonderes Augenmerk auf ein einfaches Handling sowie effektiven Individualisierungs- und Gestaltungsmöglichkeiten der Push-Mitteilungen gelegt werden.
Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, sollte der Marketer bereits bei der App-Installation die Erlaubnis für den Versand der Push-Mitteilungen abfragen. Zugleich ist wie im E-Mail-Marketing eine einfach zugängliche Option für die unkomplizierte Abmeldung unerlässlich.

Welche konzeptionellen Voraussetzungen gilt es zu beachten?

Idealerweise wird der Push-Versand nicht isoliert betrachtet, sondern ist vielmehr Teil einer integrierten Cross-Channel-Strategie. Inhalte und Timings sind dann mit den Maßnahmen in Kanälen wie E-Mail oder Print synchronisiert. Bei einem solchen Mehr-Kanal-Ansatz ist der Push-Versand ein Bestandteil einer umfangreicheren Marketing-Automation-Konzeption.
Der Versand erfolgt dann automatisiert - und kann sehr effektiv an individuellen Ereignissen und Events bei den einzelnen Kunden ausgerichtet werden. Für ein überzeugendes Look & Feel der Push-Mitteilungen empfiehlt es sich, die Ansichten für die gängigen Mobilgeräte vorab zu testen. Denn die Darstellung der Push-Mitteilungen kann zwischen den verschiedenen Betriebssystemen deutlich variieren.



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