Patentstreit 16.10.2017, 13:49 Uhr

Qualcomm will iPhone-Produktion in China stoppen

Qualcomm wirft Apple vor, Technologien des Chipkonzerns zu nutzen, ohne dafür zu bezahlen - und will nun die iPhone-Produktion in China stoppen lassen. 
Qualcomm liefert sich mit Apple einen erbitterten Patentkrieg
(Quelle: shutterstock.com/Peshkova)
Der Chipkonzern Qualcomm eskaliert seinen Patentstreit mit Apple und will jetzt die iPhone-Produktion in China stoppen. Qualcomm habe entsprechende Klagen bei einem auf geistiges Eigentum spezialisierten Gericht in China eingereicht, sagte eine Qualcomm-Sprecherin am Wochenende der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Apple nutzt von Qualcomm erfundene Technologien, ohne dafür zu bezahlen", erklärte sie.
Der Chipkonzern führt dabei drei Patente ins Feld, bei denen es um die Regulierung des Stromverbrauchs sowie um Apples "Force-Touch"-Technologie geht, bei der ein Touchscreen die Stärke des Fingerdrucks erkennen kann.
Die Patente gehören nicht zum Grundstock technischer Standards und das lässt Qualcomm freiere Hand - Forderung nach Verkaufsverboten auf Basis von Standard-Patenten können für Probleme mit Regulierungsbehörden sorgen. Ein Apple-Sprecher erklärte: "In den vielen Jahren unserer Verhandlungen mit Qualcomm ist über diese Patente nie gesprochen worden." Er zeigte sich sicher, dass der Vorstoß von Qualcomm vor Gericht scheitern werde.
Das Qualcomm-Geschäft hat zwei Säulen. Der Konzern ist einer der größten Anbieter von Chips für Smartphones und verkauft zugleich Patentlizenzen auf verschiedenste Technologie. Der erste Bereich bringt mehr Umsatz und der zweite einen Großteil der Gewinne.



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