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Mailmarketing in Deutschland (Foto: istock/skodonnell)

Mailmarketing in Deutschland Nur zehn Prozent optimieren fürs iPhone

Auch elektronische Post muss ansprechend sein, um gelesen zu werden

Auch elektronische Post muss ansprechend sein, um gelesen zu werden

Während für Mailmarketer in den USA die Optimierung von Mailings für Smartphones bereits zum Standard zählt, sind ihre Pendants in Deutschland voll damit beschäftigt, die Grundanforderungen zu erfüllen: Die Hälfte personalisiert Inhalte, analysiert Kennzahlen und optimiert die Zustellung.

Eine Studie der Unternehmensberatung Absolit zeigt: Die Hälfte der befragten Unternehmen personalisieren bereits die Inhalte ihrer Serien-E-Mails. Auch werden beim Versand der Mails Kenngrößen wie Öffnungs- und Klickraten systematisch erfasst und analysiert. 47 Prozent der Unternehmen unternehmen konkrete Maßnahmen, um nicht in Spamfiltern zu landen und damit die Zustellrate zu erhöhen. "Die Nutzung zertifizierter Mailserver gehört für seriöse Versender mittlerweile zum Standard", meint der E-Mail-Experte und Autor der Studie Torsten Schwarz.

Wem die Beziehung zu seinen Empfängern etwas wert ist, entwirft heutzutage spezielle Begrüßungsmail anstelle langweiliger Empfangsbestätigungen. 41 Prozent sind dabei, ihre Begrüßungsmails zu verbessern. Ein Drittel der befragten Unternehmen testet systematisch den Erfolg verschiedener Varianten von E-Mails gegeneinander.

Obwohl E-Mail inzwischen ein wichtiges Instrument der Neukundengewinnung ist, verfolgt nur ein Viertel der Unternehmen eine systematische Leadgenerierung. Dafür steht dieses wichtige Thema ganz oben auf der Liste der geplanten Aktivitäten. Jedes zweite Unternehmen will da etwas unternehmen. Gleiches gilt auch für das Testen unterschiedlicher Varianten.

Dass E-Mails nicht immer so angezeigt werden, wie es die Grafiker geplant haben, wird immer mehr Unternehmen erst jetzt bewusst. 47 Prozent beschäftigen sich aktiv mit der Gestaltung von E-Mails, bei denen auch bei blockierten Bildern noch ein professionelles Erscheinungsbild erhalten bleibt.

Die großen Trendthemen aus den USA spielen in Deutschland noch keine große Rolle. Die Optimierung von E-Mails für die Ansicht auf Smartphones wird nur von zehn Prozent der Unternehmen betrieben - 56 Prozent sagen, dass das für sie noch kein Thema sei.
Auf von Lifecycle-Mailmarketing glaubt die Hälfte der Firmen, dass dies noch nicht wichtig sei. Dabei ist das zusammen mit dem Einsatz von Triggermails eine bewährte Methode, die Öffnungsrate erheblich zu steigern. Auch Videos gewinnen zwar an Bedeutung, werden jedoch von jedem zweiten Unternehmen in die "Nice-to-have"-Ecke abgeschoben.

"Viele Unternehmen haben noch nicht erkannt, dass E-Mail-Marketing ein Fulltime-Job ist", resümiert Schwarz. Gerade weil es das preiswerteste Direktmarketinginstrument ist, muss im Kampf um Aufmerksamkeit im Posteingang mit höchster Professionalität gearbeitet werden. "Das Bewusstsein für die Notwendigkeit professionellen E-Mail-Marketings ist jedoch bei deutschen Unternehmen noch unterentwickelt", meint Schwarz.

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