INTERNET WORLD Logo Abo
Visualisierung Mausklick

Videowerbung mit schlechteren Klickraten als traditionelle Display-Werbung

Schlechte Klickraten konstatiert eine Studie Video-Ads

Schlechte Klickraten konstatiert eine Studie Video-Ads

Spartipp für wirtschaftlich angespannte Zeiten: Online-Marketer müssen keine hohen Ausgaben für Video-Anzeigen im Web tätigen. Denn andere Formate haben wesentlich höhere Klickwahrscheinlichkeiten. Und es kommt noch schlimmer: Denn die bewegten Werbebilder bewegen vor allem untere Einkommensschichten zum Klick.

Videowerbung im Internet ist bei den Internet-Nutzern unpopulär, zeigt eine aktuelle Studie des US-Marktforschungsunternehmens iPerceptions. Eine Befragung von 14.000 US-Websurfern ergab: Trotz des gegenwärtigen Hypes um Video-Ads klicken Internet-Nutzer klicken eher auf Text- oder Display-Anzeigen.

So liegen einfache Textanzeigen bei den Online-Werbeformaten an der Spitze der Beliebtheitsskala: 25 Prozent der Befragten gaben an, wahrscheinlich auf derartige Formate zu klicken. Auf Platz zwei stehen Display-Ads: Hier unterscheidet die Studie zwischen Display-Ads am rechten Seitenrand, die auf eine Klickwahrscheinlichkeit von 20 Prozent kommen und Banner am oberen Seitenrand mit einer Klickwahrscheinlichkeit von 12 Prozent. Video-Banner rangieren mit elf Prozent ganz unten in der Skala. Lediglich die unter 25-Jährigen zeigen hier eine höhere Affinität.

"Online-Händlern wird das härteste Weihnachtsgeschäft seit 1991 prophezeit", resümiert Jonathan Levitt, Marketing-Vorstand bei iPerceptions. "Hier gilt es, jeden Dollar, der in Werbung investiert wird, genau zu überdenken. Die hohen Preise für Video-Werbung können sich Marketer sparen. Günstigere Banner- und Textanzeigen haben eine bessere Wirkung."

Mit dem Einkommen sinkt die Klickwahrscheinlichkeit

Darüber hinaus sinkt die Klickwahrscheinlichkeit eines Internet-Nutzers mit seinem Einkommen. Wie die Studie weiter zeigt, verfügen 40 Prozent der Konsumenten, die auf Online-Werbung klicken, über ein Jahreseinkommen von unter 50.000 Dollar. Bei den Gutverdienern mit einem Jahreseinkommen von über 150.000 Dollar liegt der Anteil nur noch bei 15 Prozent. Noch stärker ist der Unterschied bei Video-Werbung im Netz: Hier liegt der Anteil der Geringverdienenden an der Gesamt-Klickgemeinde bei 49 Prozent, die Gutverdienenden machen hier nur 13 Prozent aus.

Und noch ein interessantes Ergebnis hat die Studie parat: Demzufolge ist es vor allem das Stammpublikum einer Website, die auf Online-Werbung klickt: 65 Prozent der Ad-Impression-Generierer besuchen eine Website wöchentlich oder täglich. Bei Neubesuchern liegt der Anteil bei 15 Prozent, bei sporadischen Besuchern bei sechs Prozent.

Das könnte Sie auch interessieren