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Studie: Medikamentenhandel im Web boomt

Neun von 100 Deutschen ab 18 Jahren kaufen rezeptfreie Medikamente im Web.

Der Kauf rezeptfreier Medikamente im Internet hat in den vergangenen zwei Jahren - wenn auch auf geringem Niveau - stetig zugenommen und birgt weiterhin ein beachtliches Entwicklungspotenzial. Dies berichtet die Forschungsgruppe Wahlen Online (FGW Online GmbH) in ihren aktuellen Internet-Strukturdaten. Im vierten Quartal 2007 nutzten neun Prozent aller Deutschen ab 18 Jahren das Internet zum Kauf rezeptfreier Medikamente. Bezogen auf die Gruppe der Internet-Nutzer sind dies 14 Prozent, Ende 2006 waren es noch elf Prozent und 2005 sechs Prozent. Hier fällt die deutlich höhere Quote unter Frauen auf: 17 Prozent der weiblichen, aber nur zwölf Prozent der männlichen Internet-Nutzer kauften online Medikamente. Erwartungsgemäß fiel der Anteil derjenigen, die Medikamente im Internet bestellen, unter den Menschen ab 60 Jahren am höchsten aus: Jeder fünfte Internet-Nutzer ab 60 Jahren (20 Prozent der Frauen, bzw. 19 Prozent der Männer) hat bereits online Medikamente gekauft, aber nur acht Prozent der männlichen und 15 Prozent der weiblichen Nutzer unter 35 Jahren.

Kaum Änderungen gab es in der Art der Internet-Nutzung im vierten Quartal 2007: 80 Prozent der Internet-Nutzer stellten online Preisvergleiche an, 67 Prozent kauften Produkte und Dienstleistungen im Internet und 53 Prozent wickelten ihre Bankgeschäfte online ab. Jeweils 39 Prozent riefen Politiknachrichten ab und informierten sich im Internet über Versicherungen, 34 Prozent riefen Wirtschafts-/Börsennachrichten online ab und zehn Prozent betrieben Online-Brokerage.

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