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Studie: Internet kannibalisiert stationäres Geschäft nicht

Webshops verschlingen nicht stationäre Umsätze

Webshops verschlingen nicht stationäre Umsätze

Neun von zehn Online-Bestellungen sind echtes Zusatzgeschäft und kannibalisieren nicht andere Vertriebskanäle, zeigt eine aktuelle Studie des ECC Handel.

Unterstützen sich verschiedene Vertriebskanäle gegenseitig oder kannibalisieren sie sich? Dieser Frage geht die neue Studie "Das Multi-Channel-Verhalten der Konsumenten" (120 Seiten, 199 Euro) des ECC Handel nach, die von Karstadt unterstützt wurde. Das Ergebnis ist eindeutig: Für Kunden sei es mittlerweile selbstverständlich geworden, verschiedene Einkaufswege miteinander zu kombinieren, so die Studienautoren. So informieren sich Internetnutzer bei jedem vierten Kauf im stationären Handel vorab im Onlineshop. Bei jedem zehnten Kauf wird vorher der Onlineshop des Anbieters, bei dem letztlich im stationären Handel gekauft wird, aufgesucht. Besonders intensiv sind der Erhebung zufolge die Wechselwirkungen zwischen Onlineshops und Katalogen: Bei jeder dritten Katalogbestellung wird vorher der Onlineshop des Anbieters gesichtet, umgekehrt wird bei jeder fünften Online-Bestellung vorher der Katalog des Anbieters konsultiert.Befürchtungen, dass die Umsätze nur zwischen den Vertriebskanälen verschoben werden, kann die Studie nicht bestätigen. Stattdessen kommen die Autoren zu dem Schluss, dass nur jeder zehnte Kauf in Onlineshops eine Kannibalisierung von stationären Filialen darstellt. Im Umkehrschluss heißt das: Neun von zehn Online-Bestellungen sind echtes Zusatzgeschäft.

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