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Studie: Händler fürchten sich vor Web 2.0

Zwei Drittel der Händler sehen in Web-2.0-Anwendungen große Gefahren, zeigt eine aktuelle Studie des ECC Handel.

Händler können es sich immer weniger leisten, den Vertriebsweg Internet zu ignorieren. Das zeigt eine Vorabauswertung der Studie "Internet im Handel", für die das E-Commerce-Center Handel 1.702 Einzelhandels- und Großhandelsunternehmen sowie Handelsvermittlungen befragte. Demzufolge sank binnen Jahresfrist der Anteil der Händler, die noch überhaupt keinen Umsatz über das Web generieren, im B-to-C-Bereich von 26,8 Prozent im Jahr 2007 auf jetzt 22,8 Prozent. Im Gegenzug stieg der Anteil der Händler, deren E-Commerce-Umsatz bereits über zehn Prozent ausmacht, drastisch an. 10,4 Prozent der Umfrageteilnehmer melden Internet-Umsatzanteile von zehn bis 25 Prozent (Vorjahr: 7,2 Prozent). Der Anteil der Händler, die über 25 Prozent ihres Umsatzes über das Web generieren, stieg noch stärker von 26,8 auf 32,1 Prozent.

Allerdings ruhen sich Online-Händler auch gerne aus, wenn sie den Schritt ins Web einmal getan haben, wie die Studie weiter zeigt. Knapp zwei Drittel der Befragten gaben an, ihre Website im vergangenen Jahr nicht an neue Trends wie die zunehmende Breitbandnutzung angepasst zu haben. Nur 37 Prozent der Händler wurden hier aktiv. Dabei lag der Fokus vor allem auf Bilder und Grafiken, die 83,6 Prozent der Shoperneuerer optimierten. Bewegtbild und Rich-Media-Werbung setzte nur je ein Fünftel der Shoperneuerer um.

Noch zögerlicher verhalten sich die Händler beim Thema Web 2.0: Insgesamt 60,1 Prozent der Befragten gaben an, in Web-2.0-Diensten Gefahren und Risiken zu sehen. Von allen sozialen Features haben in der Gunst der Händler interaktive Bewertungssysteme die Nase vorn. Sie haben 9,4 Prozent der Händler bereits integriert, bei weiteren 16,5 Prozent sind sie geplant. Auch Tag-Wolken, News-Feeds und Foren finden sich zumindest in einem kleinen Teil der Shops wieder.

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