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Österreich und Schweiz So ticken die größten Shops der Alpenländer

Shutterstock.com/Tatiana53
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Rund die Hälfte der Online-Händler in Österreich und der Schweiz verfügen über Smartphone-optimierte Sites. Die Themen Mobile und Social spielen beim Internet-Verkauf eine immer größere Rolle.

Der Trend ist klar, und Österreich einen Tick vor dem Nachbarland im Westen: Während bereits 50 Prozent der Webshops in der Alpenrepublik eine mobile Webseite oder App mit integrierter Shop-Funktion anbieten, was einer Steigerung um rund 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (34,4 Prozent) entspricht, verfügen in der Schweiz 48,4 Prozent der Online-Händler über ein entsprechendes Angebot. Hier waren es im Vorjahr noch 38 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie "E-Commerce-Markt Österreich/Schweiz 2014" von EHI und Statista, in der die jeweils 250 umsatzstärksten Webshops für physische Güter analysiert wurden.

Offenbar gleich ist in beiden Ländern die Vorliebe der Händler für Webseiten, die für mobile Geräte optimiert sind: 42,8 Prozent, nach 26,8 Prozent im Vorjahr, der Shops verfügen in Österreich über ein solches Angebot. Eine App mit Einkaufsmöglichkeit leisten sich dagegen nur 27,6 Prozent (Vorjahr 24,8 Prozent). Bei den Eidgenossen betragen die Anteile 38,8 Prozent (Vorjahr 26,8 Prozent) für mobile Sites und - wie schon im Vorjahr - 28,4 Prozent für Apps.

Facebook wichtigstes Social Network

Darüber hinaus setzen die Webshop-Betreiber in beiden Alpenländern auf soziale Netzwerke. Dabei wird Facebook wie schon im vergangenen Jahr als relevantestes soziales Kommunikationsmittel eingestuft und von 88,8 Prozent (Vorjahr 85,6 Prozent) der österreichischen beziehungsweise 84,0 Prozent (Vorjahr 79,2 Prozent) der Schweizer Online-Händler genutzt.

Deutlich mehr Unternehmen als in den letzten Jahren präsentieren sich zusätzlich bei weiteren Kanälen: 69,2 Prozent (Vorjahr 58,4 Prozent) der österreichischen Webshops verfügen über einen Twitter-Account, in der Schweiz sind es 67,6 Prozent (Vorjahr 61,2 Prozent). 70,0 Prozent (Vorjahr 58,8 Prozent) der Shops in Österreich und 66,0 Prozent (Vorjahr 50,0 Prozent) in der Schweiz nutzen einen eigenen Youtube-Kanal. Am stärksten gewachsen ist die Präsenz der Shop-Betreiber bei Google+: in Österreich mit 79,2 Prozent (Vorjahr 53,6 Prozent) und in der Schweiz mit 71,6 Prozent (Vorjahr 41,6 Prozent).

Relevanz der Social-Media-Kanäle

Wie relevant die jeweiligen sozialen Netzwerke sind, zeigt sich unter anderem an der Anzahl der Personen, denen eine Seite gefällt beziehungsweise die ihr folgen. Insgesamt 62 Prozent der österreichischen Shops, die Facebook nutzen, haben mehr als 10.000 "Likes", 18 Prozent sogar zwischen 100.000 und 499.000 und zehn Prozent dieser Shops mehr als 500.000. Bei den anderen Kanälen liegt hier die höchste Grenze bei knapp über 5.000 (15 Prozent der österreichischen Shops erreichen diese Follower bei Twitter) respektive bei knapp über 1.000 (Youtube, von 22 Prozent erreicht, und Google+ von 14 Prozent erreicht).

In der Schweiz liegt Facebook ebenfalls weit vorn: Immerhin 44 Prozent der Online-Shops haben mehr als 10.000 "Likes",  fünf Prozent sogar zwischen 100.000 und 499.000 und zehn Prozent mehr als 500.000. Bei den anderen Kanälen liegt auch hier die höchste Grenze bei knapp über 5.000 (zwölf Prozent erreichen diese Follower bei Twitter) beziehungsweise bei knapp über 1.000 (Youtube, von 15 Prozent erreicht, und Google+, von 16 Prozent erreicht).

Für die Studie, deren Fokus auf B2C-Webshops für physische Güter lag, wurden sowohl Händler befragt (EHI) als auch Hochrechnungen auf Basis einer Regressionsanalyse sowie Unternehmensangaben aus Geschäftsberichten, Pressemitteilungen und Unternehmens-Websites ausgewertet.

Die Unterschiede zwischen deutschen, österreichischen und Schweizer Online-Käufern hat unter anderem der ECC Köln in Zusammenarbeit mit prudsys und Namics ermittelt.

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