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Frauengesicht mit Linien und Chirurgenhände mit Stift

Körperpflege und Kosmetik Multichannel-Anbieter dominieren Online-Markt

Shutterstock.com/vita khorzhevska
Shutterstock.com/vita khorzhevska

In den vergangenen sechs Jahren hat der Internet-Handel mit Kosmetik und Körperpflegeprodukten um 223 Prozent zugelegt. Profiteure des Booms sind einer Studie zufolge vor allem Multichannel-Anbieter.

Mittlerweile kauft ein Viertel der deutschen Online-Nutzer Kosmetikartikel und Parfums über das Netz, die durchschnittlichen Jahresausgaben pro Kopf lagen in diesem Segment für das Jahr 2014 bei 9,91 Euro. Demnach erzielte der Markt für Körperpflege- und Kosmetikprodukte im vergangenen Jahr einen Online-Umsatz in Höhe von 800 Millionen Euro insgesamt. Das entspricht einer Steigerung um 223 Prozent im Vergleich zu 2008, wie die "Branchenstudie Körperpflege und Kosmetik Online" des IFH Köln ermittelt hat.

Angetrieben wird der Online-Boom der Branche insbesondere von Multichannel-Anbietern, wenngleich immer mehr Online Pure Player in den Markt strömen. Den aktuellen Hochrechnungen des IFH Köln zufolge haben Händler, die ursprünglich lediglich stationär vertreten waren, im vergangenen Jahr rund 412 Euro online generiert - mehr als die Hälfte aller Online-Umsätze im Bereich Kosmetik. Der Markt ist außerdem stark vom Fachhandel geprägt, weshalb vor allem Parfümerien sowie Kauf- und Warenhäuser im Netz von ihrer Markenbekanntheit profitieren.

"Im Gegensatz zum Gesamtmarkt spielen Drogeriemärkte online noch eine Nebenrolle", konstatiert Susanne Eichholz-Klein, Leiterin IFH Retail Consultants. "Mit Blick auf das zunehmende E-Commerce-Engagement großer Player werden jedoch auch die Drogeriemärkte in Zukunft höhere Online-Umsätze realisieren können."

Dem gesamten Online-Handel, neben dem das IFH Köln in einer weiteren Erhebung auch die Branche der Uhren- und Schmuckhändler im Internet untersucht hat, attestieren die Marktforscher ebenfalls ein großes Wachstum: Rund 43 Milliarden Euro wurden 2014 im Internet umgesetzt. Wesentlichen Anteil daran hatten die Online Pure Player mit 16 Milliarden Euro.

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