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Zufriedenheit im Job Für IT-Fachkräfte stehen Kollegen über allem

Shutterstock.com/rnl
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Mehr noch als bei Mitarbeitern anderer Branchen ist für IT-Fachkräfte ein gutes Team ein wichtiger Grund, beim aktuellen Arbeitgeber zu bleiben. Daneben zählen vor allem interessante Arbeitsinhalte.

Geld ist nicht alles, für Mitarbeiter gibt es wichtigere Gründe als das Gehalt, um bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber zu bleiben: Ein Team, in dem sie sich wohlfühlen, und interessante Themen, mit denen sie betraut sind. Das ergab die Studie "Candidate Insights" von StepStone, für die das Internet-Jobportal rund 13.000 Kandidaten aus acht europäischen Ländern online befragt hat.

Allerdings setzen die Befragten unterschiedliche Schwerpunkte, je nachdem in welcher Branche sie arbeiten. Allgemein sind für die Mehrheit der Fachkräfte in Deutschland interessante Arbeitsinhalte (62 Prozent) und ein gutes Verhältnis zu den Kollegen (59 Prozent) die am häufigsten genannten Gründe für einen Verbleib beim aktuellen Unternehmen. Für Mitarbeiter in der IT-Branche steht dagegen das Verhältnis zu den Kollegen an erster Stelle, 65 Prozent bezeichneten dieses Argument als ausschlaggebend.

Ebenfalls relevant für die ITler sind der Erhebung zufolge die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens (49 Prozent) und ein attraktiver Firmenstandort (45 Prozent). Während eine angemessene Work-Life-Balance immerhin noch vier von zehn IT-Mitarbeitern an ihren Arbeitgeber bindet, macht nicht einmal ein Drittel der Befragten (29 Prozent) sein Bleiben von einem attraktiven Gehalt abhängig.

Sales & Marketing tickt anders als IT

StepStone

 Etwas anders sieht die Sache indes beim Bereich Sales & Marketing aus: Hier spielt das Gehalt zwar noch weniger eine Rolle (23 Prozent), dennoch ist es den Befragten offenbar wichtiger als die passende Work-Life-Balance (22 Prozent). Die meisten Nennungen erhielten hier die Arbeitsinhalte (63 Prozent), gefolgt vom Verhältnis zu den Kollegen (60 Prozent) und dem Verhältnis zum Vorgesetzten (47 Prozent), das übrigens über alle Branchen hinweg jeweils knapp die Hälfte der Mitarbeiter als relevanten Grund angaben, sowie der Stabilität des Unternehmens (40 Prozent).

"Sprechen Unternehmen Faktoren wie eine ansprechende Arbeitsumgebung oder wirtschaftliche Stabilität gezielt in ihrer Employer-Branding-Kommunikation an, treffen sie den Nerv der Fachkräfte und können mit hoher Aufmerksamkeit bei den Jobsuchenden rechnen", meint Sebastian Dettmers, Geschäftsführer von StepStone.

Ganz wichtig: eine detaillierte Jobbeschreibung

Neben einer detaillierten Beschreibung des Jobinhalts wünschen sich Bewerber zu großen Teilen auch konkrete Angaben zur Arbeitsumgebung (75 Prozent), zum Gehalt (74 Prozent), zur Unternehmensgröße (73 Prozent) und zur Jobsicherheit (72 Prozent) in einer Stellenanzeige. Nicht ganz so wichtig ist dagegen die Beschreibung zusätzlicher Leistungen durch den Arbeitgeber (40 Prozent).

Auf die Suche nach einem potentiellen neuen Arbeitgeber machen sich die Bewerber der Studie zufolge in erster Linie bei Online-Jobbörsen, die für 70 Prozent der Befragten die erste Anlaufstelle sind. Mit großem Abstand folgen die Website des Unternehmens (fünf Prozent), Arbeitsagentur und Suchmaschinen (jeweils vier Prozent).

Die häufigsten Gründe für einen Jobwechsel sind je nach Branche insbesondere eingeschränkte Entwicklungsmöglichkeiten, die 45 Prozent der IT-Fachkräfte nannten, und der Wunsch nach einer neuen Herausforderung: Dieser ist für 41 Prozent der ITler und für 42 Prozent der Mitarbeiter im Bereich Sales & Marketing ausschlaggebend. An der Erhebung, die im November 2013 durchgeführt wurde, nahmen auch rund 2.000 Fach- und Führungskräfte aus Deutschland teil.

Welche Jobs in der Online-Branche besonders begehrt sind, hat darüber hinaus eine Studie des Portals OnlineMarketingJobs.de ermittelt. Demnach streben die Bewerber offenbar vor allem Abwechslung an: Rund 40 Prozent der Befragten wollen als Generalisten im Online Marketing arbeiten, während sich nur wenige Bewerber explizit für die Trendthemen Big Data und Tracking interessieren.

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