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Frau trägt virtuell Schuhe, Taschen auf den Händen

Online-Shops Händler vergeben Vermarktungschancen

Shutterstock/Hasloo-Group-Production-Studio
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Fast jeder zweite Online-Shop lässt potentielle Erlösquellen ungenutzt. Welche Möglichkeiten es gibt und warum manche Vermarkungspotenziale nicht beachtet werden, zeigt eine aktuelle Studie. 

Gut 44 Prozent der Online-Shops lässt immer noch Erlösquellen abseits des Warenverkaufs ungenutzt. Allerdings hat dementsprechend so gut wie jeder zweite Online-Händler zusätzliche Erlöse durch Werbekostenzuschüsse, Website- und Profildatenvermarktung als zusätzlich Einnahmequelle bereits für sich entdeckt. Das zeigt eine aktuelle Studie von Kupona, Anbieter für E-Commerce-Profiltargeting.

Vertriebsfördernde Maßnahmen über Werbekostenzuschüsse bieten 42 Prozent ihren Lieferanten an. 36 Prozent der 102 befragten Online-Shops vermarkten Unterseiten und Check-out-Bereiche aus Webshops an Werbungtreibende. Allerdings nutzen bisher nur 13 Prozent die Kundenprofildaten, um damit Profit zu erzielen.

Einsatz Erlösquellen

Kupona

Die Spaltung der Online-Händler zwischen Vermarkter und Nicht-Vermarkter liegt laut Kupona vor allem darin begründet, dass ein Großteil keine Erfahrungen mit den unterschiedlichen Vermarktungschancen hat. 59 Prozent der Nicht-Vermarkter beurteilen die potenziellen Erlösquellen als unwichtig für das Geschäftsergebnis. Einige befürchten einen Kontrollverlust über ihre Daten.

Im Gegensatz dazu beurteilen die Vermarkter, die Werbekostenzuschüsse und Vermarktungsstrategien anbieten, diese für geschäftsrelevant. Ein Sechstel hält sie sogar für essentiell für den Erfolg ihres Online-Shops. "Viele Händler unterschätzen das Vermarktungspotenzial ihres Webshops und natürlich das ihrer Profildaten enorm. Sie lassen Werbe- und Vertriebsbudgets links und rechts des Weges liegen", erklärt Melanie Vogelbacher, Director Data Driven Advertising bei Kupona.

93 Prozent der aktiven Vermarkter wollen bis 2016 die Vertriebsangebote auf dem aktuellen Stand halten oder sogar erweitern. Acht von zehn der unerfahrenen Online-Händler planen auch zukünftig keine Werbekostenzuschüsse oder Website- und Profildatenvermarktung ein.

Insgesamt verzeichnete der Online- und Versandhandel in Deutschland im ersten Quartal 2015 ein weiteres Umsatzwachstum verglichen zum Vorjahr. Der Web-Handel kommt auf ein Plus von zehn Prozent.

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