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Payment als Erfolgsfaktor Warum Gutscheine nicht eingelöst werden

Fotolia.com/VRD
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Wer Kunden mit Online-Gutscheinen ködern will, sollte auf die Zahlungsoptionen achten: Jeder Dritte verzichtet auf das Einlösen eines Gutscheins, wenn die bevorzugte Payment-Variante fehlt.

Viele Konsumenten lassen sich durch einen Rabatt-Gutschein dazu verführen, ein Produkt zu kaufen, das sie sich sonst nicht zugelegt hätten. Eine wichtige Rolle spielt dabei allerdings die passende Bezahlvariante: Jeder dritte Verbraucher verzichtet nämlich darauf, einen Gutschein im Web einzulösen, wenn ihm die gewünschte Zahlart nicht angeboten wird. Zu diesem Ergebnis kommt das Gutscheinbarometer 2014 des Vermarktungsnetzwerks Affiliprint.

Besonders sensibel in diesem Punkt sind demnach Frauen. So gaben 36 Prozent der weiblichen Befragten an, einen Gutschein zu verwerfen, wenn sie nicht so bezahlen können, wie sie wollen. Unter den männlichen Befragten sind es immerhin 30 Prozent.

Dass die gewünschten Zahlungsmöglichkeiten oft nicht vorhanden sind, liegt oft auch daran, dass Shopbetreiber und Käufer unterschiedliche Präferenzen haben: Online-Händler bevorzugen die Zahlung per Vorkasse, weil diese ihnen Zahlungssicherheit gewährt. Bei den Konsumenten ist hingegen nach wie vor die Rechnung das beliebteste Zahlungsmittel, wie aktuell die Studie "Payment im E-Commerce" des ECC-Köln in Zusammenarbeit mit der Hochschule Aschaffenburg zeigt. 

Viel Potenzial wird verschenkt

Der Erfolg von Gutschein-Kampagnen hängt allerdings auch von weiteren Faktoren ab. Wenn der Mindestbestellwert zu hoch ist, nehmen sogar 85 Prozent der von Affiliprint Befragten davon Abstand, einen Gutschein einzulösen. Drei Viertel der Konsumenten finden einen Coupon uninteressant, wenn er sich nur auf bestimmte Produkte beschränkt. Und 57 Prozent verzichten auf die Gutschein-Nutzung, wenn die Ersparnis nur gering ist.

"In der Praxis machen wir immer wieder die Erfahrung, dass bei der Gestaltung von Gutscheinen viel Potenzial verschenkt wird. Dabei kann man genau hier die Highlights und Anker gezielt setzen und Vertrauen aufbauen", meint Carsten Schwecke, geschäftsführender Gesellschafter bei Affiliprint. Wer Erfolg mit Gutschein-Kampagnen haben will, müsse seine Kunden ernst nehmen und zielgruppengerechte Angebote machen. 56 Prozent lösen zudem einen Gutschein nicht ein, wenn ihnen der Absender nicht vertrauenswürdig erscheint: "Werbungtreibende können hier punkten, wenn sie die Gutscheinbedingungen klar und deutlich kommunizieren und sie vor allem so einfach wie möglich halten."

Für das Gutscheinbarometer 2014 befragte Affiliprint in Zusammenarbeit  mit Innofact im Januar 2014 insgesamt 1.063 Deutsche.

Welche Gutschein-Kategorien am beliebtesten sind und bei welchen Online-Shops die Deutschen besonders gern sparen, hat Deals.com im vergangenen Jahr untersucht. Eine der Erkenntnisse: Frauen geben nicht nur viel Geld für Mode aus, sondern sind auch ganz vorne dabei, wenn es um Rabatte geht.

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