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Smartphone-Nutzer Mann zwei Frauen

Mobile-Nutzung Ein Drittel geht mit dem Smartphone online

Shutterstock.com/Syda Productions
Shutterstock.com/Syda Productions

Telefonieren ist immer noch die beliebteste Nutzungsform für Smartphones, doch Messenger-Dienste und Surfen holen auf. Stark ansteigend ist auch die tägliche Nutzungsdauer, vor allem bei jungen Usern.

Rund zwei Fünftel (39 Prozent) der Smartphone-Nutzer in Deutschland beschäftigen sich eigenen Angaben zufolge mindestens eine Stunde pro Tag mit ihrem Handy. Jeder Neunte nimmt sein Mobile Device sogar drei Stunden oder länger zur Hand und drei Prozent nutzen ihr Smartphone mindestens fünf Stunden täglich. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov im Auftrag von handytick.de, für die rund 800 Smartphone-Nutzer in Deutschland befragt wurden.

Der Erhebung zufolge beschäftigen sich Frauen etwas häufiger mit ihrem Mobilgerät als Männer, besonders aktiv sind zudem die jungen User: 71 Prozent der 18- bis 24-Jährigen nutzen ihr Smartphone mindestens eine Stunde täglich, ein Viertel (24 Prozent) mehr als drei Stunden. Bei den 25- bis 34-Jährigen fällt die tägliche Nutzung - bei 59 Prozent mindestens eine Stunde pro Tag - schon geringer aus, noch seltener nehmen die über 55-Jährigen ihr Mobile Device zur Hand.

Telefonieren, SMS und Surfen

Unabhängig von der täglichen Nutzungsdauer ist nach wie vor die ursprüngliche Funktion eines Telefons auch bei Smartphone-Besitzern die am häufigsten genutzte: 68 Prozent der Befragten telefonieren mit ihrem Mobilgerät. Dahinter folgen Messenger-Dienste wie WhatsApp (49 Prozent) und SMS (39 Prozent). Auf dem vierten Platz steht das Surfen im Internet, das 32 Prozent als Nutzungsart angeben, auf Rang fünf liegen Social-Media-Apps (19 Prozent).

Wie schon bei der allgemeinen Nutzung zeigen sich auch hier deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Bei den Jüngeren liegt die Messenger-Nutzung vorne (76 Prozent), die SMS kommt erst auf Platz fünf mit 22 Prozent. Bei den Älteren stehen dagegen Telefonieren (83 Prozent) und Simsen (49 Prozent) im Vordergrund.

Stressfaktor Smartphone

Eine wichtige Rolle spielt das Smartphone logischerweise für die Kommunikation mit Freunden und Bekannten. Jeder dritte Befragte findet es nützlich, durch sein Mobile Device vernetzt zu sein. Bei den Jüngeren sind es mehr als die Hälfte (57 Prozent). Altersunabhängig schätzt außerdem jeder Vierte den ständigen Austausch mit Freunden und Bekannten über das Smartphone. Allerdings gaben auch 22 Prozent der Smartphone-Besitzer an, ihr Gerät öfter einfach auszuschalten, um nicht erreichbar zu sein. Jeder Zehnte fühlt sich von der ständigen Erreichbarkeit sogar gestresst.

"Das Smartphone entwickelt sich zunehmend zum zweischneidigen Schwert", kommentiert Stefan Lange, Geschäftsführer von handytick.de. "Auf der einen Seite nervt es uns, auf der anderen Seite lieben wir es."

In Westeuropa ist der Handy- und Smartphone-Markt zunehmend von einer Sättigung betroffen: Im Jahr 2014 wurden den Analysten von IDC zufolge rund 174,1 Millionen Geräte verkauft, 5,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Smartphone-Absatz erreichte vergangenes Jahr einen Rekord von 145,8 Millionen Stück, allerdings lag das Wachstum gegenüber 2013 nach dem Boom der Vorjahre nur noch bei 6,4 Prozent.

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