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Mehr Downloads: In vier Jahren wird Musik vor allem online verkauft

Mehr Downloads: In vier Jahren wird Musik vor allem online verkauft

Die Musikindustrie wird nicht untergehen. Das war das Ergebnis einer der letzten INTERNETWORLD-Umfragen nach dem DRM-Verzicht der großen Musikportale. Eine Studie von Forrester Research kommt zum gleichen Ergebnis. Demnach werden 2013 die Ausgaben für digitale Musik erstmals die CD-Verkäufe übersteigen.

Im Rahmen ihrer Sechs-Jahres-Prognose befragten die Forscher 4.200 westeuropäische Konsumenten. Die Musikindustrie wird mehr und mehr gezwungen, ihre alten Grundsätze über Bord zu werfen, da die Umsätze aus Plattenverkäufen rückläufig werden. Stattdessen sollten sie sich auf den Musikdirektverkauf und Lizenzen konzentrieren. Die Marktforscher gehen davon aus, dass sich das heutige Online-Musik-Publikum bis zum Jahr 2014 verdoppelt. Einen großen Anteil daran haben die sozialen Netze, denen ein steiles Wachstum vorausgesagt wird.

Networking wird sich zu einer gesellschaftlichen Norm entwickeln über die Freundschaften gepflegt und Bekanntschaften geschlossen werden. Damit sind sie auch eine ideale Plattform für den Austausch von und über Musik. Forrester geht von 78 Millionen Online-Musik-Hörern aus, die sich auf Community-Plattformen wie Myspace treffen.

Zugleich wird die Musik-Piraterie ein großes Problem bleiben, da bei den 16- bis 19-Jährigen heute schon Filesharing wesentlich weiter verbreitet ist, als bezahlte Musik-Downloads. Eine Lösung dafür könnten subventionierte Services sein, bei denen Unternehmen Musikangebote vergünstigt an die Konsumenten weiter geben. Ein Beispiel für solche Dienste ist Nokias Comes with Musik (CWM), das heute schon in diesem Bereich experimentiert. Dabei erhält der Nutzer mit dem Kauf eines Handys zugleich ein Jahr lang kostenlose Multimedia-Angebote für sein Gerät.

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