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Destatis: Deutscher Online-Handel wächst im ersten Halbjahr 2020 um 16 Prozent

Shutterstock / Syda Productions
Shutterstock / Syda Productions

Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts ist der deutsche Einzelhandel im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr real um 0,8 Prozent gewachsen. Doch nicht alle Branchen profitieren gleichermaßen von dem Plus.

Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzten im ersten Halbjahr 2020 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kalender- und saisonbereinigt real 0,8 Prozent mehr um als im 2. Halbjahr 2019. Nominal (nicht preisbereinigt) waren es 1,5 Prozent.

Hinter dieser vergleichsweise moderaten Gesamtentwicklung verbergen sich allerdings erhebliche Unterschiede in den einzelnen Einzelhandelsbranchen. Besonders der Online- und Versandhandel konnte im 1. Halbjahr 2020 seine realen Umsätze um 16,0 Prozent gegenüber dem 2. Halbjahr 2019 steigern. 

Lebensmittel, Bau- und Heimwerkerbedarf profitieren

Reale Umsatzsteigerungen erzielten mit 15,1  Prozent der Einzelhandel mit Nahrungs-, Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren an Verkaufsständen und auf Märkten. Weitere Anstiege verzeichneten der Einzelhandel mit Metallwaren, Anstrichmitteln, Bau- und Heimwerkerbedarf (14,2 Prozent), der Sonstige Einzelhandel, nicht in Verkaufsräumen, an Verkaufsständen oder auf Märkten (10,2 Prozent) und der Einzelhandel mit verschiedenen Waren, Hauptrichtung Nahrungs- und Genussmittel (6,9 Prozent). 

Einbußen bei Bekleidung, Schuhen, Antiquitäten, Gebrauchtwaren und Bild- und Tonträgern

Hohe reale Umsatzeinbußen mussten dagegen die Einzelhandelsbereiche Bekleidung mit -29,0 %, Antiquitäten und Gebrauchtwaren mit –25,2 Prozent sowie Schuhe und Lederwaren mit – 25,0 Prozent hinnehmen. Der Einzelhandel mit bespielten Bild- und Tonträgern (–24,2 Prozent) verzeichnete ebenfalls einen hohen realen Umsatzrückgang. Deutlich zurück gingen auch Uhren und Schmuck (–23,8 Prozent) und Bücher (–18,3 Prozent), Textilien, Bekleidung und Schuhe an Verkaufsständen und auf Märkten (–16,2 Prozent), Back- und Süßwaren (–16,0 Prozent) und Geräte der Unterhaltungselektronik (–13,5 Prozent).

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