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Deutscher Paketmarkt Besonders viel Mode fürs Alpenvorland

Shutterstock.com/blurAZ
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Das ungebremste Wachstum des E-Commerce stellt Paketzusteller vor zunehmende Herausforderungen. Beim Sendungsaufkommen gibt es in Deutschland große Unterschiede je nach Waren und Regionen.

Wie verteilt sich das Sendungsaufkommen von B2C-Paketen in Deutschland? Das hat der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) gemeinsam mit dem Logistik-Spezialisten MRU in der Studie "E-Commerce und Paketdienste - Lieferdienste und Onlinehandel" ermittelt und dabei die Warengruppen und PLZ-Regionen untersucht. Etwa die Hälfte des gesamten Paketaufkommens geht demnach inzwischen auf das Konto des B2C-Geschäfts.

Mit 21 Prozent ist Bekleidung mit Abstand die Warengruppe mit dem höchsten Anteil am B2C-Sendungsaufkommen. Den zweitgrößten Anteil haben mit 17 Prozent Bücher, Bild und Tonträger gefolgt von Unterhaltungselektronik (sieben Prozent), Haushaltswaren und -geräte (fünf Prozent) sowie Schuhe (fünf Prozent).

Je nach Region zeigen sich zum Teil deutliche Unterschiede bei der Zahl der Sendungen im E-Commerce und Versandhandel. So ist zum Beispiel der Anteil an Bekleidungssendungen im Alpenvorland (22,8 Prozent) höher als in Köln und Umgebung (20 Prozent). Dagegen werden beispielsweise in Nürnberg und Umgebung überdurchschnittlich viele Pakete der Warengruppe Computer und Zubehör ausgeliefert (drei Prozent). Das ist fast ein Viertel über dem Bundesdurchschnitt.

Die Studie basiert auf einer Sekundäranalyse der bevh-Verbraucherstudie "Interaktiver Handel in Deutschland" sowie Experteninterviews. Der interaktive Handel in Deutschland, also der Online- und Versandhandel, verzeichnete im zweiten Quartal 2014 einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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