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Virtual-Reality-Store

VR-Technologie Alibaba will virtuellen Store launchen

Shutterstock.com/Dmitriy Kopytin
Shutterstock.com/Dmitriy Kopytin

Im E-Commerce kommt VR schon länger zum Einsatz. Nun will auch Alibaba seinen Kunden virtuelle Shopping-Erlebnisse ermöglichen und launcht dazu Ende des Jahres einen virtuellen Store.

Dass Alibaba daran arbeitet, die virtuelle Realität in sein E-Commerce-Geschäft zu integrieren, ist seit einiger Zeit bekannt. Jetzt sind die Pläne etwas konkreter geworden: Rund 400 Millionen Usern will Alibaba mittels VR die Möglichkeit bieten, in Stores auf der ganzen Welt einzukaufen, berichtet Internet Retailer. Mit Hilfe einer VR-Brille oder eines VR-Helms sollen sich User virtuell durch die Läden bewegen und ohne Grenzen einkaufen können.

Dafür hat Alibaba angekündigt, zum Ende des Monat einen virtuellen Showroom zu launchen. Bereits zum Ende des Jahres soll der E-Commerce-Riese dann mit einem großangelegten Rollout aufwarten.

Bei einem Pressetermin vergangene Woche in Shanghai demonstrierte ein Vertreter von Alibaba, wie eine virtuelle Shopping-Tour durch einen Store aussehen könnte. Dabei trug er einen VR Helm von HTC Taiwan. Die Präsentation zeigte einen Roboter als Verkäufer, der unter anderem mit dem Alibaba-Vertreter gesprochen und ihm neue Produkte empfohlen hat.

Der Shopper soll im Store mittels eines Controllers die Produkte rotieren lassen und sogar nach einem Model fragen können, das für ihn die Produkte an- beziehungsweise ausprobiert. Hier können die Nutzer stöbern wie in stationären Läden. Zudem können die Kunden den Controller dazu verwenden, um auf den alles entscheidenden Buy Button zu klicken.

"VR ist ein guter Weg, Produkte oder Services zu demonstrieren. Insbesondere ist es für bestimmte Kategorien geeignet, wie zum Beispiel für Möbel oder Reisen", so Zhuang Zhuoran, Senior Director of Mobile bei Alibaba.

Entwicklung von Virtual Reality Stores

Die große Hürde besonders für Händler sind die Kosten, um ihre Produkte in einem virtuellen Store anbieten zu können. Im März hat Alibaba das Gnome Magic Lab ins Leben gerufen, mit dessen Hilfe es Verkäufern erleichtert werden soll, eine Software zu entwickeln mit der sie einen virtuellen Store eröffnen können.

Online-Shopper, die in das Vergnügen einer virtuellen Shoppingtour kommen möchten, brauchen hierfür spezielle Geräte. Die Preisspanne liegt derzeit zwischen 20 bis 1.000 US-Dollar.

Theoretisch ist mit Virtual-Reality-Anwendungen im Handel viel möglich. Neben Alibaba versucht auch eBay ganz vorne mit dabei zu sein. Vor wenigen Wochen hat eBay Australien zusammen mit der größten Warenhauskette Australiens, Myer, ein virtuelles Kaufhaus gelauncht. Kunden können, ausgestattet mit der entsprechenden App sowie einem Cardboard-Reader oder einem VR-Headset, ihren Einkaufsbummel in einer virtuellen Kaufhausumgebung starten und sich rund 12.500 Produkte ansehen und in den Warenkorb legen.

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