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Fahrdienstvermittler Uber: US-Behörde ermittelt - Diskriminierungsvorwürfe

shutterstock.com/Thailand Travel and Stock
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Uber kommt aus den Negativ-Schlagzeilen nicht heraus: Nun ist der Fahrdienstvermittler wegen Diskriminierungsvorwürfen ins Visier von US-Aufsehern geraten. Konkret sind Einstellungspraktiken sowie Gehaltsunterschiede im Fokus.

Der Fahrdienstvermittler Uber ist wegen Diskriminierungsvorwürfen ins Visier von US-Aufsehern geraten. Eine Ermittlung der zuständigen US-Behörde Equal Employment Opportunity Commission läuft bereits seit vergangenem August, wie informierte Kreise bestätigten. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider darüber berichtet. Demnach untersuchen die Regulierer die Einstellungspraktiken sowie Gehaltsunterschiede und andere mögliche geschlechterbedingte Benachteiligungen.

Uber ist schon lange mit Vorwürfen von Diskriminierung, Sexismus und einer chauvinistischen Unternehmenskultur konfrontiert. Die Firma bemüht sich unter ihrem seit knapp einem Jahr amtierenden Chef Dara Khosrowshahi um einen Imagewandel. Uber versucht, die unangenehmen Altlasten auf die Ära des umstrittenen Vorgängers Travis Kalanick zu schieben. Jüngst musste sich allerdings auch ein von Khosrowshahi selbst verpflichteter Manager wegen als rassistisch empfundener Äußerungen gegenüber den Mitarbeitern rechtfertigen.

Vergangene Woche hatten US-Medien zudem berichtet, dass Ubers Personalchefin Liane Hornsey ihren Hut nehmen musste, weil sie Vorwürfen von Rassendiskriminierung nicht ausreichend nachgegangen sein soll. Ein Mitarbeiter hatte anonym damit gedroht, mit seiner Kritik am Unternehmen an die Öffentlichkeit zu gehen, schrieb der Finanzdienst Bloomberg. Hornsey war allerdings im Januar 2017 ins Amt gekommen - also noch in der Zeit des Ex-Firmenchefs Kalanick, unter dem Uber ohnehin von einem Skandal in den nächsten tappte.

Indes gibt es für Deutschland neue Uber-Pläne: Das Unternehmen will im Herbst mit einer Elektroauto-Flotte nach Berlin expandieren, weitere deutsche Städte sollen folgen. Seit März gibt es in München bereits etwa 30 Elektro-Taxis von Uber. Das Pilotprojekt habe überzeugt und wird deshalb ausgebaut, sagte Deutschland-Chef Christoph Weigler im Handelsblatt.

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