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Recycling-Symbole

Nachhaltige Mode Glamour Greens: Das wünscht sich die umweltbewusste Zielgruppe

Shutterstock/HollyHarry
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Herstellungsbedingungen, Slow Fashion, Recycling: Das Nachhaltigkeitsbewusstsein von Konsumenten wächst stetig - auch in Bezug auf Mode. Warum Unternehmen insbesondere die Bedürfnisse der sogenannten Glamour Greens auf dem Schirm haben sollten, zeigt eine Gfk-Studie.

Nachhaltigkeit als Ausdruck eines Lebensgefühls und bewusster Konsum als Statussymbol: Anlässlich des Earth Days am 22. April hat das Marktforschungsunternehmen GfK das Einkaufsverhalten der Deutschen im Bezug auf Kleidung und Mode analysiert.

Die Studie zeigt, dass für die deutliche Mehrheit der Verbraucher (69 Prozent) Umwelt- und Sozialverträglichkeit bei der Anschaffung von Bekleidung und Schuhen sehr oder ziemlich wichtig sind. Besonders die Zielgruppe der sogenannten Glamour Greens, eine Konsumentengruppe, die ihr ökologisches Handeln bewusst nach außen zeigt, hat sich in den vergangenen zehn Jahren signifikant vergrößert.

Secondhand-Markt wächst

Durchschnittlich werfen 43 Prozent der Deutschen kaputte Kleidungsstücke weg, statt sie zu reparieren oder wiederzuverwenden. Neben dem Recycling von Stoffen ist auch Secondhand und der Wiederverkauf gebrauchter Kleidung ein wichtiger Aspekt beim Nachhaltigkeitsgedanken von Verbrauchern. Gaben 2017 noch 25 Prozent der Befragten an, gut erhaltene Kleidung weiterzuverkaufen, waren es 2021 bereits 44 Prozent.

Auch Öko-Siegel gewinnen an Bedeutung: Die Anzahl der Öko-Label-Käufer ist von 2012 bis 2021 um 40 Prozent gestiegen. Laut der Studie sind diese vor allem für die Glamour Greens relevant, da sie als wichtiger Indikator gelten, um umwelt- und sozialbewusste Einkäufe nach außen zu deklarieren. Zudem bestätigen 65 Prozent der Deutschen, dass sie diesen Labeln vertrauen und im Durchschnitt sucht jeder zweite Verbraucher beim Kauf gezielt nach solchen Öko-Siegeln.

"Konsumenten legen bei nachhaltiger Bekleidung Wert auf faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen bei der Herstellung sowie auf ökologische Materialien, beispielsweise aus Bio-Anbau. Aber auch Slow Fashion und Recycling spielen eine zentrale Rolle", sagt Petra Dillemuth, GfK-Expertin im Bereich Fashion. "Für ein Drittel der Konsumenten liegt die Verantwortung zur Einhaltung dieser Aspekte und daher insgesamt für das Thema Nachhaltigkeit in der Fashion-Branche bei den Unternehmen. Die Etablierung in diesem Bereich birgt demnach ein immenses Potenzial für Händler und Hersteller, um sich zu profilieren."

Im GfK Consumer Panel Fashion wurden alle Bekleidungs- und Schuh-Einkäufe von rund 14.500 Personen aus ca. 7.000 Haushalten erfasst.

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