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Kunden- und Mitarbeiterbindung So kann Gamification im E-Commerce die Performance steigern

Shutterstock/TeraVector
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Führungskräfte im E-Commerce stehen vor zwei Herausforderungen: die Bindung von Mitarbeitenden und die Steigerung der Verkaufszahlen. Gamification ist ein Konzept, das beide Probleme lösen kann.

Von James Micklethwait, Vice President bei Kahoot! at Work

Die Bindung von Mitarbeitenden an ein Unternehmen gilt seit Längerem als maßgebliches Kriterium für den nachhaltigen Erfolg. Der aktuelle Gallup Engagement Index zeigt, dass es hier Handlungsbedarf gibt: 68 Prozent der Arbeitnehmer wiesen eine geringe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber auf. 5,7 Millionen von ihnen gaben an, bereits innerlich gekündigt zu haben. Das ist problematisch: Diese Mitarbeitenden performen schlechter, tun nur das Nötigste und übertragen ihr Verhalten auf den Umgang mit Kunden. Das wirkt sich im Zweifel negativ auf die Verkaufszahlen aus. Wie also lässt sich die Zufriedenheit im Unternehmen steigern - und damit auch die Performance?

Gamification: Spiel mit der Psychologie

In Zeiten von Remote Work und Homeoffice ist der soziale Kitt im Unternehmen ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Interaktiv gestaltete Arbeitskonzepte sind daher zuletzt verstärkt in den Fokus geraten. Der Grund: Spielerische Elemente, die Spaß mit Lernen oder Wettkämpfen verbinden, vermitteln das Gefühl, mit den Kolleg:innen verbunden zu sein. Gruppenbasierte Gamification-Maßnahmen funktionieren online, bauen Beziehungen wieder auf und stärken so den Zusammenhalt im Team. Die Motivation steigt dann, wenn Mitarbeitende wissen, dass sie sich auch virtuell aufeinander verlassen können.

 

Doch nicht nur die Dynamik im Austausch miteinander beeinflusst den Berufsalltag. Auch der spielerische Wettbewerb hat eine besondere Wirkung auf Menschen. Ein zentraler Motivator ist hierbei die Vorfreude auf ein zu erzielendes Ergebnis. Sie ruft starke Emotionen wie beispielsweise Ehrgeiz und Neugier hervor; im Kontext spielbasierten Lernens hieße das etwa: "Kann ich meine Kolleg:innen oder die Mitglieder der Führungsetage schlagen?" (Hoffnung) und "Was muss ich tun, um nicht zu verlieren?" (Ehrgeiz).  

 

Elaborierte Gamification-Lösungen ermöglichen darüber hinaus die berufliche Weiterentwicklung. Wie wichtig dieser Punkt ist, zeigt eine Umfrage von LinkedIn: So gaben 94 Prozent der Befragten an, dass sie länger bei einem Unternehmen bleiben würden, wenn dieses in ihre Weiterbildung und Entwicklung investiert.

 

Das birgt wichtige Erkenntnisse für den E-Commerce. Hier lassen sich mittels Anwendung von Gamification-Maßnahmen auch auf Kundenseite erfolgversprechende Effekte erzielen. Diese kann allen voran der Verkauf für sich nutzen. Durch spielerische Elemente können Konsumenten aktiviert werden, sich auf ungezwungene Weise mit einer Marke zu befassen. Diese Aktivierung lässt sich mit materiellen oder immateriellen Incentives verknüpfen, wodurch das Belohnungssystem im Gehirn aktiviert wird. Es entsteht ein positives Erlebnis, das mit einer Marke oder einem Unternehmen verknüpft wird. So wird die Markenbindung erhöht. Folglich entsteht ein Wettbewerbsvorteil. 

 

Die Frage lautet nun: Wie nutzt man diese Möglichkeiten am besten?

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