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Neue kreative Möglichkeiten fürs Display-Advertising

Trends in der grafischen Onlinewerbung The Display Revolution

Benjamin Faes von Google stellt in seiner Eröffnungsrede auf der Kölner Fachmesse dmexco die Themen vor, die die Display-Werbebranche aktuell und in Zukunft beschäftigen werden.

Die Fragmentierung der Medien sei in den letzten Jahren immer mehr zu einem Problem geworden, sagt Faes, Head of Youtube & Display in Europa, Afrika und dem Nahen Osten. Begonnen habe das Web mit thematisch gebündelte Webseiten, später konnten mit Hilfe eines thematischen Targetings bei jedem Netzwerk passen Anzeigen gebucht werden. Um eine ausreichende Reichweite zu erzielen, hätten jedoch die gleichen Themengruppen bei verschiedenen Netzwerken gebucht werden müssen, ohne dass so richtig deutlich gewesen sei, welche Überschneidungen es zwischen den einzelnen Netzwerken gegeben habe.

Faes Forderung an die Displaybranche, die Google vermehrt für sich zu erobern sucht: "User sollten nicht mit Tricks zum Klick gebracht werden." Stattdessen sollten Unternehmen verstärkt in bessere, ansprechendere Werbung investieren. Ortsbezogene Werbung hält Faes für unverzichtbar. Es sei wesentlich wirkungsvoller, einen Nutzer in Berlin anders anzusprechen als einen in Köln, erklärt Faes.

Ein wichtiger Trend ist für den Google-Experten die mobile Internetnutzung. Über Werbung auf Smartphones werden sich in Zukunft immer mehr User gezielt ansprechen lassen. Zudem müssten neue, kreative Werbeformen zum Einsatz kommen. "Das alles wird Faes zufolge dazu führen, dass die Umsätze mit mobiler Werbung in den kommenden Jahren deutlich steigen."

Eine weitere spannende Spielwiese für Kreative ist Videowerbung. Hier seien sehr viele neue Ansätze möglich, so Faes. Bisher würden die mannigfaltigen Möglichkeiten noch kaum genutzt. Ein gelungenes Beispiel zeigt die Tipp-Ex-Werbung.

Ein weites Feld für Displaywerbung sieht Faes in den sozialen Netzwerken. Frauen in Europa verbringen 37 Prozent ihrer Onlinezeit in Social Media. Bei Männern liegt dieser Anteil nur bei 30 Prozent. Die Hälfte aller Nutzer möchte, dass Marken auch in den sozialen Netzwerken, allen voran Facebook, vertreten sind. Viele Nutzer werden Fans von Marken oder verfolgen den Marken-Channel auf Youtube und tragen so erheblich dazu bei, dass die Markenbotschaften verbreitet werden.

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