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Frank Schneider, Gerald Böse, Christian Muche - dmexco 2015

dmexco 2015 "Köln ist digitale Hauptstadt Europas"

Die dmexco-Chefs: Frank Schneider, Gerald Böse und Christian Muche (v.l.n.r.)

Frank Kemper

Die dmexco-Chefs: Frank Schneider, Gerald Böse und Christian Muche (v.l.n.r.)

Frank Kemper

Mit einem Flächenwachstum von 14 Prozent und 881 Ausstellern ist die dmexco 2015 am Mittwoch in Köln eröffnet worden. Die Veranstalter rechnen mit mehr Gästen - trotz gestaffelter Eintrittspreise.  

Warme Worte zum Auftakt der dmexco. "Köln hat sich als digitale Hauptstadt Europas etabliert", sagte Gerald Böse, Geschäftsführer der Koelnmesse anlässlich der Eröffnung der Online-Marketing-Messe in Köln. Mit 881 Ausstellern (Vorjahr: 807), davon 140 erstmals dabei, und einer Ausstellungsfläche von über 75.000 Quadratmetern in vier Hallen ist die siebte Auflage der dmexo erneut um rund zehn Prozent gewachsen. Ob es zu einem neuen Besucherrekord kommt, steht noch nicht fest. Trotz der in diesem Jahr erstmals eingeführten, gestaffelten Eintrittspreise rechnet Messechef Frank Schneider mit über 32.000 Besuchern.
 
Im Mittelpunkt der dmexco 2015 steht der Begriff "Digiconomy", er beschreibt die Verschmelzung der Digitalisierung mit allen Bereichen der Wirtschaft. Schneider: "Die dmexco schafft es, alle analogen und digitalen Welten miteinander zu verknüpfen."
 
Christian Muche, der Organisator des dmexco-Kongresses, kann sich in diesem Jahr über prominenten Besuch aus Brüssel freuen: EU-Digitalkommissar Günther Oettinger (CDU) ist bei der Eröffnung dabei und unternimmt anschließend einen Messerundgang. Eine weitere Premiere ist für den 2. Messetag in Halle 9 geplant: Dort demonstriert BMW die digitale Vernetzung ihrer neuen 7er-Serie. Die Luxuslimousine gleicht inzwischen eher einem Multimediacomputer auf Rädern.

Die dmexco gehört im siebten Jahr ihres Bestehens zu den vier wichtigsten Digital-Events der Welt, so schätzen es die Veranstalter ein. Sämtliche relevanten Agenturnetzwerke versammeln sich in Köln. Und da die für diesen Zweck vorgesehene Agency Lounge inzwischen zu klein wird, buchen zunehmend große Networks eigene Stände. Auch die Internationalisierung schreitet unaufhaltsam voran. Rund 30 Prozent aller Aussteller sind nicht aus Deutschland. Erstmals ist 2015 ein Unternehmen aus Afrika in Köln dabei.

Für Aufsehen im Vorfeld sorgte die Entscheidung der dmexco, ein Preisschild an das Messeticket zu heften. Wer sich bis vier Wochen vor der Messe online registrierte, bekam sein Ticket noch kostenlos, danach stieg der Preis um 100 Euro pro Woche - seit vorgestern kostet das Ticket 399 Euro. Messechef Schneider ist vom Resultat überzeugt: "Das hat wunderbar funktioniert. Wir haben eine deutliche Entspannung bei den Voranmeldungen festgestellt, es gab viel weniger Anfragen im Callcenter, weil wir die Teinehmer im Vorfeld viel besser informieren konnten." Mit Auswirkungen auf die Besucherzahl rechnet Schneider nicht: "Wir erwarten 32.000 plus"

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