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Mobile Performance auf der dmexco

Mobiles Internet auf der dmexco Internet immer und überall

Im Alltag angekommen: Der mobile Zugriff aufs Internet verändert die Mediengewohnheiten rasant - und damit die  Online-­Werbung. Apps und mobile Websites erfordern neue Strategien für Werbeinhalte und deren Vermarktung.

In Bussen und Bahnen ist gerade besonders gut zu sehen, wie sich die Zeiten ­ändern: Während die Fahrgäste noch vor Kurzem in Zeitungen und Büchern blätterten, tippen und wischen sie heute auf ihren Smartphones oder Tablets und verschaffen sich so Zugriff aufs Internet. Dort informieren sie sich über Neues aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, schauen in Communitys, was Freunde treiben, und verkürzen sich die Fahrzeit mit Spielen. Sie bestellen Bücher, Schuhe, und Tickets ­online, reservieren einen Tisch im Lokal oder lassen sich von ihren mobilen Geräten in die nächste Szenekneipe lotsen.

Neue mobile Wirtschaft

Internet immer und überall: Studien zufolge wird inzwischen jede fünfte Website von einem mobilen Gerät aus angesteuert. Smartphones und Tablets sind in kürzester Zeit im Alltag der Verbraucher angekommen. Sie verändern den Medienkonsum, und für Anzeigen, Werbeformate sowie ­deren Vermarktung ergeben sich neue Anforderungen. Und sie bilden die ­Grundlage für neue Geschäfte: Auf der dmexco ist Mobile einer der großen Schwerpunkte.

Vorträge widmen sich dem Wandel der Mediengewohnheiten und dem neuen Wirtschaftszweig, der insbesondere durch Apps entsteht, jenen Programmen, die den Zugriff aufs Internet via Smartphones und Tablets vereinfachen. Mit den Auswirkungen der mobilen Internet-Nutzung, mit Werbemöglichkeiten und zusätzlichen Einnahmequellen für Unternehmen in der App Economy beschäftigen sich während der dmexco nicht nur Vermarkter wie Tomorrow Focus, G+J oder Yoc, sondern auch Anbieter mobiler Dienste wie Facebook und Mobilfunkgesellschaften wie Telenor und Bluevia .

Von 300 Minuten, die Ken und Jane Normaluser pro Tag online surfen, entfällt beinahe die Hälfte auf den mobilen Zugriff. Kein Wunder, wenn Firmen unter Hochdruck Web-Präsenzen für die Ansicht auf kleinen Monitoren optimieren, Apps entwickeln, um Dienste anzubieten oder für Angebote zu werben, und beginnen, Werbegelder umzuschichten: Aus der Devise "Online First" wird zunehmend "Mobile First".

Die Technik zieht mit. Wie einfach sich Apps im Baukastensystem erstellen lassen, präsentiert das Frankfurter Start-up Appyourself. Am Stand 072 in Halle 6 kann jeder Besucher eine eigene Dmexco-App erstellen - etwa um andere an den eigenen Stand zu locken oder auf Messepartys leichter Kontakte zu knüpfen. Für Aufbau und Programmierung von Apps und mobilen Webseiten haben die Dienstleister Mov Ad (Halle 8 / B048) und Media­lesson (Halle 6 / B018) allerlei Nützliches im Gepäck: Mov Ad präsentiert etwa Agenturen den Ad Creator, ein Tool, mit dem sich Werbemittel so gestalten lassen, dass sie auf verschiedenen Monitorgrößen zu Geltung kommen. Medialesson indes spezialisiert sich auf Windows 8, das neueste System im mobilen Internet, und baut dafür Apps, Websites und Dienste.

Mit Apps auffallen 

Bisher setzen erst wenige Unternehmen auf ­systemübergreifende mobile Websites und die Programmiersprache HTML5. Der Weg ins Internet mit Smartphone oder Tablet führt daher oft über eine App - und einen Marktplatz für die verschiedenen Plattformen: 800.000 Apps enthält Google Play, das Angebot für Android, 900.000 listet der App Store für Apple-Geräte auf, immerhin 145.000 Apps stehen für Windows zur Verfügung. Wer in diesem Gemenge auffallen will, muss die Standards beachten und kann sich von Spezialisten helfen lassen. Der Kölner App-Entwickler Mobivention (Halle 6 / B033) erschließt sich mit der Vermarktung von Apps gerade ein weiteres Geschäftsfeld: Neben der Programmierung optimiert er nun Apps für die Suche durch Keywords, auffällige Screenshots und App Icons.

Apps und mobile Websites bieten viel Raum für Werbung: Display-Anzeigen, Videoclips und Musikkampagnen im mobilen Netz treffen den Verbraucher unmittelbar im Leben und kommen gut an, wenn sie nützlich oder witzig sind. Noch aber fehlen belastbare Zahlen zu Aufnahme und Wirkung. Folglich haben einige Vermarkter ihre ersten Erfahrungen in Studien einfließen lassen. Vermarkter OMS (Halle 8 /E038) bündelt das Inventar ­mobiler Angebote von Tageszeitungen und will beo­bachtet haben, dass in diesem Umfeld Displays und Rich-Media-Formate gut ankommen.

Sogar Kaiser Franz kommt

Jede Menge neue mobile Werbeformate hat Axel Springer Media Impact (Halle 8 / D15 – E18) im Gepäck: Darunter das ­Rotation Ad, Caroussel Cube, die mobile Slideshow und Slidedoor und viele andere mehr. Im Zentrum steht auch die Vermarktung der digitalen Bundesligarechte. Dazu bittet ASMI niemand Geringeren als Franz Beckenbauer auf die Bühne. Der Kaiser unterhält sich am 19.9. (voraussichtlich von 12.00 bis 14.00 Uhr) mit Alfred Draxler (Stellvertreter des „Bild“-Chefredakteurs) über die Fußball-WM 2014 und die Bundesliga.

Wie beim Abruf über den PC werden auf mobilen Geräten Rich-Media-Formate lieber angeguckt. Apprupt (Halle 7 / B046) weist diesen Zusammenhang in einer Studie nach und präsentiert wie Madvertise (Halle 8 / E051) Formate mit Video und Bildern, die teils die Kamerafunktion der Ge­räte für Panorama- und Rundumansichten von Orten und Produkten nutzen. Madvertise stellt zudem kreative Services  seiner Mediatochter und die Mitarbeiter des neuen Düsseldorfer Büros vor.

Spielerisch Angebote kennenlernen, Fotos machen und diese mit Freunden teilen - Mobile-Internet-Usern macht das Spaß. Yoc nutzt das in Mystery Ads und stellt mit Universal McCann (Halle 8 / D031) die Kampagne für das Smartphone Nokia Lumia 925 vor, die diese technischen Möglichkeiten in den Vordergrund stellt. Außerdem zeigen die Berliner Lösungen für Couponing und ­gezielte Ansprache.

Verschiedene Plattformen, ­verschiedene Monitore - wer im mobil genutzten Netz werben will, stößt an Grenzen. Abalo (Halle 6 / C069) setzt auf ein neues Prinzip: Die App macht den Sperrbildschirm des Geräts zum Werbeträger und blendet Anzeigen vor jedem Wischen ein. Das Start-up beteiligt die Verbraucher an den Einnahmen.

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