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Native Advertising Content oder Commercial?

Fotolia.de/iIvelin Radkov
Fotolia.de/iIvelin Radkov

Content Marketing ist nicht neu, wird nun aber vor allem dank Native Advertising wiederbelebt. Wie das bei G+J, der Huffington Post und Vice Media aussieht, diskutierte der dmexco Content Summit.

Wie Moderator Terence Kawaja, Gründer & CEO bei Luma Partners, gleich zu Beginn des Content Summit auf der dmexco feststellte, ist Content Marketing selbst nicht neu. Sponsored Content, also bezahlte Werbeanzeigen in der Optik des Publishers gab es schon immer. Jetzt wird die Thematik durch aktuelle Trends wie Native Advertsing wiederbelebt. Die Frage dabei: Ist der Hype größer als die Realität? Und wie sehen Andrew Creighton, President Vice Media,  Jimmy Maymann, CEO der Huffington Post und Stan Sugarman, CSO & CDO von Gruner+Jahr das Thema?

Bei allen Publishern gleich ist dabei die eigentliche Definition von Native Advertising: eine Zusammenarbeit mit Marken, um gemeinsam Inhalt zu kreieren, der für den User relevant ist. Das können einzelne Brand Posts bei der Huffington Post sein, aber auch ganze Branded Channels. Wichtig dabei ist die Qualität. Denn nur entsprechend gehaltvolle Inhalte kommen bei Usern an und sorgen für Engagement. Bei der Huffington Post gibt es laut CEO Jimmy Maymann dabei Unterschiede, ob User mit  bezahltem oder nicht bezahltem Content interagieren. Zahlen nennt er keine, aber: Auch wenn das Engagement mit Sponsored Content nicht ganz so hoch sei wie bei normalen Posts, gebe es durchaus zufriedenstellende Interaktionsraten, die sich inzwischen fast den Non-Sponsored-Posts annähern würden. Das Anliegen dabei: "Wir müssen unseren Auftritt monetarisieren, aber in einem vertretbaren Weg", so Maymann.

Ein großer Konflikt beim Thema: Wieviel Sponsored Content verträgt eine Seite? Für Stan Sugarman von G+J müssen Publisher darauf achten, ihre Webseiten nicht mit zu viel Sponsored Content zu überlagern, um die Differenzierung zu normalen Inhalten nicht zu gefährden und Leser zu verschrecken. Für ihn mangelt es in Deutschland dabei noch vor allem an dem Wissen der Advertiser. Viele Werbungtreibende haben guten Content und eine gute Story, wissen sie aber nicht gut zu verpacken. Hier gilt es -  in Zusammenarbeit mit den Publishern - ein geeignetes Maß zu finden. Die Huffington Post hat dieses Problem mit einem eigenen Team bereits gelöst, das sich um die Werbekunden kümmert und gemeinsam mit ihnen Inhalte kreiert.

Wie sich die Marketingindustrie verändern muss, um auch künftig erfolgreich zu sein, erklärte Interpublic-Chef Michael Roth in seiner Eröffnungsrede der dmexco in Köln.

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