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Online Ad Summit Bessere Standards für Werbeauslieferung

Beim Online Ad Summits gibt sich die Branche selbstkritisch: Es fehlen einheitliche Standards, qualitative Messung der Werbewirkung und die nötige Transparenz im Markt.  

Was würden Sie tun, wenn die Online-Branche ein Atommeiler wäre? Mit dieser rethorischen Frage eröffnete Jens Pöppelmann den ersten Online Ad Summit in Köln. Die vorhersehbare Antwort: Laufen, soweit die Beine tragen. Denn bei Online-Werbeschaltungen geht eigentlich immer etwas schief, gehören Fehler, Pannen und Mißverständnisse zur täglichen Routine, so Pöppelmann, der Leiter der Unit AdTechnology Standards im BVDW und im "echten Leben" Bereichsleiter Prozesse & Services bei IP Deutschland ist. Das zu ändern ist Anliegen der Veranstaltung, die im Vorfeld er Dmexco vom Onlinevermakter-Kreis (OVK) im BVDW durchgeführt wird. Standardisierte Schnittstellen und einheitliche technische Spezifikationen, Transparenz bei Auslieferung und Zählweise sowie qualitative Leistungsnachweise stehen ganz oben auf der Agenda.

Dabei spielt die Zeit nicht unbedingt für die Branche. Denn, so Pöppelmann, die bestehenden Systeme stehen ständig unter dem Beschuss neuer und sich ändernder Anforderungen. Die entstehenden Lücken öffnen wiederum Nischen für neue Dienstleister, die den Markt unübersichtlich machen und neue Reibungsverluste erzielen. So sei Beispielsweise rund um das Thema Real-Time Bidding ein eigenes sehr komplexes Dienstleistergeflecht entstanden.

Aber nicht nur bei den Standards ist mehr Qualität gefordert, auch die Messung der Werbewirkung müsse verbessert werden. "Bislang reden wir viel über Probleme mit Zähldifferenzen und die Messung der Viewtime. Wir wollen aber Parameter finden, die zeigen, wie gut die Werbung funktioniert hat". Dafür müsse eine eigene Währung entwickelt werden, die den technischen Aspekten qualitative hinzufügt. "Mehr Berechenbarkeit und Sicherheit in der Online-Werbung bedeutet am Ende mehr Umsatz", betonte Pöppelmann. 

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