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Targeting und der Datenschutz

Targeting und der Datenschutz Mehr Aufklärung ist notwendig

Auf technologischer Seite haben sich die Voraussetzungen für eine zielgruppengenaue Werbung in den vergangenen Jahren sehr verbessert. Zugleich stößt die umfangreiche Datensammlung, die damit einher geht, vielfach auf Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Darüber tauschten sich die Experten am Nachmittag in der debate hall auf der dmexco aus.

Nutzer sollten selbstständig eine Entscheidung darüber treffen können, welche Daten sie wem bekannt geben, meint Uli Kramer von pilot 1/0: "Auf der anderen Seite wollen Werbetreibende gar nicht alle möglichen Daten über ihre Kunden erfassen. Sie sind sich durchaus bewußt, dass Datenschutz besonders hierzulande ein sehr heikles Thema ist." Der Gesetzgeber sollte hier nicht zu viel versuchen zu regulieren, denn angesichts der ständigen technischen Veränderungen sei dies kaum möglich.

"Die Gesetzgebung und die Technologieanbieter sollten zusammenarbeiten, um eine vernünftige Lösung für einen geeigneten rechtssicheren Rahmen für die Erhebung und Nutzung von Daten zu schaffen", erklärt Emma Callanan von ValueClick.

"Wir müssen den Nutzern sehr viel besser erklären, welche Daten wir sammeln, wie wir sie sammeln und was wir damit anfangen. Nur so kann man der Hysterie beim Thema Datenschutz und Privatsphäre begegnen", sagt Jeff Hirsch von AudienceScience. In den USA gehe man mit dem sogenannten i-Symbol genau in diese Richtung. Darüber bekommen die User alle Informationen, zu den gespeicherten Daten und den gesetzten Cookies.

Stephan Noller von Nugg.ad meint, dass nur die i-Symbol-Lösung nicht ausreiche. Es sollte den Nutzern idealer Weise in Verbindung mit einer Opt-out-Möglichkeit angeboten werden. "Display-Werbung kann ohne Targeting nicht erfolgreich funktionieren. Deshalb ist die Erhebung von Daten besonders wichtig. Generell stellt sich natürlich die Frage, welche Daten unbedingt erfasst werden müssen."

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