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Meine Top-Kampagne You can do: Wie bei O2 nun die Sichtweise des Kunden im Fokus steht

In regelmäßigen Abständen bewerten und analysieren Experten aus der Digitalbranche exklusiv für uns aktuelle Werbekampagnen. Diese Woche kommentiert Matthias Berger von Berger Baader Hermes.

Die Telefónica-Marke O2 hat sich von ihrem langjährigen Claim "O2 can do" verabschiedet und wagt mit "You can do.O2" einen Neuanfang. Wie dieser aussieht, zeigen das Unternehmen und die Agentur Kolle Rebbe unter dem Motto "Schneller surfen an mehr Orten". Die umfangreiche Kampagne greift verschiedenste Situationen mobiler Kommunikation auf und geht spielerisch auf Fragen ein, die uns immer wieder begegnen. Die Antwort darauf ist ganz einfach: You can do.

Im Fokus der Kampagne steht zwar weiterhin das Medium Fernsehen, sie konzentriert sich aber stärker als bislang auf Online-Werbemaßnahmen. Ein 45-Sekünder machte im März den Anfang in Netz, TV und Kino. Zwei Wochen später folgten kürzere Spots, in denen sich alles um den zunehmend digitalen Lebensstil der Menschen dreht. Dabei wird O2 als optimaler Begleiter in der mobilen Welt positioniert.

Da ist etwa ein Headbanger, der für ruckelfreies Streamen wirbt, und ein Angestellter, der sich fragt, ob er seinen Chef beim Spielen schlagen darf. Ja, darf er - ­mithilfe der zwei Netze von O2. Die Kampagne wird ergänzt durch Banner- und Pre-Roll-Formate, Social-Media-Aktionen, Real-Time-Stunts und eine Kampagnen-Webseite als Hub.

Die Kreativen von Kolle Rebbe zeigen gekonnt, wie Werbung heute sein muss: ­relevant! Die Kampagne verpackt kreativ Fragen, die im digitalen Zeitalter wichtig sind, und erzeugt damit genau die Art von Aufmerksamkeit, die zu Relevanz führt. Dabei wird nahezu jeder ­Kanal ein wenig anders bespielt. So kommt die Botschaft zeitgemäß rüber, weil sie die Bedürfnisse der O2-Kunden in den richtigen Kontext stellt und diese in den Mittelpunkt rückt.

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