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NSA-Affäre Yahoo drohten 250.000 Dollar Strafe täglich

Shutterstock.com/Ken Wolter
Shutterstock.com/Ken Wolter

Mit der Androhung einer millionenschweren Geldbuße haben US-Behörden den Portal-Betreiber Yahoo angeblich dazu gezwungen, Nutzerdaten preiszugeben. Selbst der Gang vor Gericht half dem Konzern nichts.

Daten her - oder es wird richtig teuer: Die US-Regierung soll Yahoo in den Jahren 2007 und 2008 unter Druck gesetzt haben, mit der Androhung einer Geldstrafe in Höhe von 250.000 US-Dollar - pro Tag. Der Konzern gab schließlich nach und lieferte Daten für das NSA-Spähprogramm Prism. Das zitiert die "Washington Post" aus Gerichtsunterlagen, die bislang unter Verschluss gehalten und nun freigegeben wurden.

Demnach versuchte Yahoo, sich gegen die Überwachungsmaßnahmen der US-Regierung zu stemmen und die Gesetze dazu vor dem Geheimgericht Foreign Intelligence Surveillance Court (FISC) anzufechten. Ohne Erfolg - und mit weiteren Folgen: Die Niederlage des Konzerns führte dazu, dass sieben andere Firmen beim Spähprogramm Prism des Geheimdienstes NSA mitmachen mussten. Damit wurden Millionen von Nutzerdaten gesammelt.

Die Öffentlichkeit erfuhr im Juni 2013 durch den ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowdon von dem Spähprogramm, mit dem die US-Behörden FBI und NSA auf Serverdaten großer Konzerne - neben Yahoo unter anderem auch Apple, Facebook, Google und Microsoft - zugegriffen haben. Laut den Behörden wurde das Prism-Programm 2011 eingestellt.

Die Nutzer scheinen davon ohnehin nur bedingt beeindruckt zu sein: Die Leser der INTERNET WORLD Business waren eigenen Angaben zufolge immer schon vorsichtig mit vertraulichen Daten im Netz und sahen daher mehrheitlich keinen Grund, ihr Surfverhalten zu ändern.

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