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Gestohlene Kontodaten 200 Millionen Yahoo-Accounts landen im Dark Web

200 Millionen Yahoo-Accounts werden derzeit offenbar im Dark Web gehandelt. Hinter dem Verkauf der Datensätzen soll der bekannte Hacker peace_of_mind stecken, der in der Vergangenheit bereits Daten von LinkedIn-, Tumblr- und Twitter-Nutzern verkauft hatte.

200 Millionen Yahoo-Accounts stehen zum Verkauf: Die Kontodaten sollen laut einem Bericht der Tech-Webseite Motherboard derzeit im Dark Web für drei Bitcoins (umgerechnet etwa 1.615 Euro) gehandelt werden. Verkauft werden die Datensätze offenbar von dem Hacker peace_of_mind, der zuvor bereits mit dem Verkauf von LinkedIn-, Tumblr- und Twitter-Accounts für Aufsehen gesorgt hatte.

Yahoo-Datensatz im Dark Web

Yahoo-Datensätze: Der Hacker peace_of_mind verkauft 200 Millionen Accounts über das Dark Web.

motherboard

Die Datensätze sollen aus dem Jahr 2012 stammen und unter anderem den Nutzernamen, gehashte Passwörter, Geburtstage und in einzelnen Fällen gesicherte E-Mail-Adressen beinhalten. Ein von Motherboard untersuchter Beispieldatensatz enthalte zumeist gültige Account-Namen. Allerdings seien viele der Mail-Adressen veraltet oder inaktiv. Yahoo ist das Datenleck ebenfalls bekannt. Gegenüber Motherboard erläuterte das Unternehmen, es werde den Vorfall untersuchen.

Yahoo-Konto absichern

Um Online-Konten vor unberechtigtem Zugang abzusichern, empfiehlt sich neben einem starken Passwort die Einrichtung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Diese sichert den Account mit einer zusätzlichen Sicherheitsebene ab und besteht beispielsweise aus einem PIN-Code, der bei der Anmeldung an das Smartphone des Nutzers gesendet wird. Der Vorteil: Selbst wenn Hacker an das Passwort des Kontos gelangen, können sie ohne den 2FA-Schlüssel nicht darauf zugreifen. Mittlerweile bieten die meisten Online-Dienste eine Absicherung per 2FA an.

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