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Social-Media-Marketing: Agenturen haben’s nicht drauf

Marketing-Verantwortliche in den USA, Frankreich und Großbritannien sind mit den kreativen Leistungen ihrer Agenturen in Sachen Web-2.0-Marketing alles andere als zufrieden, ergab eine aktuelle Studie.

Kreativagenturen in den USA, Frankreich und Großbritannien sind in den Augen ihrer Kunden für Social-Media-Marketing noch nicht ausreichend gewappnet. Marketingverantwortliche monieren dabei vor allem, dass die Werber Medien wie Weblogs & Co. noch immer wie traditionelle Medien verstehen und kaum Erfahrung in der Konzeption von Web-2.0-Kampagnen in Social-Networks oder auf Videoportalen haben. Das ergab eine Befragung von TNS Media Inteligence/Cymfony unter 60 Marketing-Verantwortlichen in den USA, Frankreich und Großbritannien, die damit eine ähnliche Studie von Forrester Research vor wenigen Wochen unterstützt.

"Die bestehenden Kreativagenturen verstehen die Regeln von Social Media nicht", ist sich Suzuku-E-Business-Manager David Harris sicher. "Sie machen mehr kaputt als gut, wenn sie versuchen, die Regeln traditioneller Medien auf Web-2.0-Plattformen zu übertragen." Laut TNS Media Intelligence/Cymfony sind die Kreativen zwar inzwischen ganz gut darin, in einer Powerpoint-Präsentation zu erklären, wie das Web 2.0 funktioniert, wenn es jedoch um die praktische Umsetzung von Kampagnen geht, mangele es an Routine.

Jeder zweite Marketingentscheider wünscht sich daher laut der Befragung, dass Agenturen Social-Media-Strategien zur Chefsache machen und entsprechend geschultes Personal aufstocken. Sonst laufen sie Gefahr, von Nischenanbietern überrollt zu werden, die sich auf eine Sache spezialisiert haben: Marketing im Web 2.0.

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