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Amazon 02.09.2015
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Alliance for Open Media Internetgiganten wollen Videostandards setzen

Fotolia.com/Female photographer
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Sonst Konkurrenten, jetzt Verbündete: Amazon, Cisco, Google, Intel, Microsoft, Mozilla und Netflix kündigen eine Allianz an. Das Ziel ist die Entwicklung neuer Standards in Sachen Video.

Die Zusammenarbeit von Amazon, Cisco, Google, Intel, Microsoft, Mozilla und Netflix überrascht und ist doch sinnvoll: Die Internetunternehmen haben sich in einer Allianz unter dem Namen Alliance for Open Media zusammengeschlossen, um gemeinsam neue Videostandards zu entwickeln, die über alle Plattformen und Anbieter hinweg einsetzbar sind. Hierbei, so Gründungsmitglied Mozilla, gehe es nicht nur um das Teilen von Technologie, sondern auch um die Analyse von Entwicklungen zum Identifizieren zukünftiger Codec-Verfahren.

"Die neue Allianz setzt ihre kollektive Technologie und Expertise dafür ein, die wachsende Nachfrage im Internet für qualitativ hochwertiges Video-, Audio- und Bildmaterial sowie Streaming-Angebote auf allen Geräten und für Nutzer weltweit zu erfüllen", so die Alliance for Open Media über ihre Mission. Das Ziel sei zunächst die Entwicklung eines Videoformats der Zukunft. Dieses solle kompatibel und offen, sowie web-optimiert sein, auf jede Bandbreite für jedes Gerät skalierbar, technisch klein aber Hardware-optimiert, Echtzeit-Video-konsistent und qualitativ hochwertig ausliefern, sowie sowohl für kommerzielle als auch nicht kommerzielle und nutzergenerierte Inhalte anwendbar sein.

Konkret will die Alliance for Open Media lizenzfreie Video-Codecs entwickeln und anbieten. Dazu sollen verbindliche Spezifikationen hinsichtlich Format, Verschlüsselung und Adaptive Streaming erstellt werden. Gründungsmitglieder wie Mozilla und Google dürften dabei ihre eigenen Codec-Projekte wie Daala und VP9 mit einbringen.
 

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