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Aus für Online-Videothek "Germany's Gold"

ARD und ZDF stoppen Pläne für "Germany's Gold" Das Ende einer Online-Videothek

Bewegtbildinhalte aus 60 Jahren Fernsehgeschichte anbieten - das war das Ziel der Online-Videothek, die ARD, ZDF und weitere Partner unter dem Arbeitstitel "Germany's Gold" auf die Beine stellen wollten. Doch das Projekt wird es nicht geben. Grund sind Vorgaben des Bundekartellamts.

Die von ARD, ZDF und weiteren Medienpartnern geplante kommerzielle Online-Videothek "Germany's Gold" wird es nicht geben. Das gaben die Partner des Projekts in einer Pressemitteilung bekannt. "Wir bedauern sehr, dass wir dieses Projekt nicht umsetzen können", heißt es darin: "In Zeiten veränderter Mediennutzung, Zuschauerbedürfnisse und Angebotsfragmentierung wäre ein Portal wichtig gewesen, das den Nutzern Gedächtnis des deutschen Films und Fernsehens hätte sein können und diesen hochwertige Inhalte aus allen Genres auch jenseits der klassischen TV-Ausstrahlung jederzeit zugänglich gemacht hätte."

Grund für die Beendigung des Projekts sei eine Kartellamtsprüfung, wonach sich das Vorhaben nicht in der ursprünglich geplanten Form umsetzen lasse. Die Behörde hatte im März diesen Jahre Bedenken gegen die Online-Plattform der öffentlich-rechtlichen Sender geäußert, da durch ein gemeinsames Bezahl-Angebot die Preise und Auswahl der Videos miteinander koordiniert würden. Ziel der Plattform war es gewesen, die Bewegtbildinhalte aller beteiligten Partner zugänglich zu machen.

Video-Streaming-Dienste wie Netflix könnten nun von dem Aus profitieren. Im Juni war bekannt geworden, dass der US-Anbieter auch in die Niederlande expandiert.

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