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Gema-Streit um gesperrtes Musikvideo

Gema-Streit um gesperrtes Musikvideo Deichkind versus Youtube

Gesperrte Musikvideos auf Youtube ärgern Nutzer und Musiker in Deutschland schon seit Längerem. Auch ein Musikvideo der Band Deichkind wurde gesperrt. Die Hip-Hopper beschweren sich per Facebook-Post - und erregen damit große Aufmerksamkeit. Inzwischen ist das Video wieder zu sehen.

Nachdem ein Video der Hip-Hop-Band Deichkind auf Youtube gesperrt wurde, machten sich die Hamburger auf ihrer Facebook-Seite ihrem Ärger Luft. In einem Post vom 10.3. schreiben sie: "Sooo, ‚leider geil’ ist jetzt auch gesperrt. Ob Plattenfirma, Youtube oder Gema, egal wer dafür verantwortlich ist. Wir wollen, dass unsere Videos zu sehen sind. Regelt euren Scheiß jetzt endlich mal und macht eure Hausaufgaben. Ihr seid Evolutionsbremsen und nervt uns alle gewaltig."

Der Post schlug hohe Wellen: er wurde mittlerweile über Tausend Mal kommentiert, mehrere Tausend Mal geteilt und über 30.000 Mal "geliked". Inzwischen ist das Video auf Youtube wieder zu sehen. "Deichkind:1, Gema: 0" kommentiert ein User. In ihrem Lied "illegale Fans" haben Deichkind bereits gegen Clip-Sperrungen ("Copyrights sind was für Loser") gesungen. Viele Musikclips sind für deutsche Internetuser gesperrt, weil sich die Verwertungsgesellschaft Gema und Google nicht auf Lizenzbeträge einigen können.

Allerdings müssen Komponisten und Autoren eines Liedes sich nicht von der Gema vertreten lassen oder ihre Autorenrechte an eine Plattenfirma abgeben. Laut einer Meldung von Spiegel-Online werten die Rechte von "Leider Geil" zwei Musikverlage aus, mit denen die Komponisten einmal einen Vertrag geschlossen haben: "Ganz unbeteiligt sind die Deichkind-Bandmitglieder also nicht, so sehr sie sich nun beschweren."

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