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Video-Portal vor Verkauf Burda sucht Abnehmer für Sevenload

Fotolia.com/Photosani
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Das Videoportal Sevenload wird es in seiner jetzigen Form bald nicht mehr geben. Die Burda-Tochter DLD Ventures verhandelt offenbar bereits mit mehreren Investoren über den Verkauf der Plattform.

Ein Facebook-Post von Sevenload-Mitgründer Ibrahim Evsan war der Stein des Anstoßes: Das Videoportal wird offenbar in seiner jetzigen Form dicht gemacht. Den Mitarbeitern des Portals soll bereits gekündigt worden sein. Sevenload-Betreiber Burda gab allerdings auf Twitter bekannt, dass die betroffenen Mitarbeiter Beschäftigungsalternativen innerhalb der Burda Digital erhalten sollen.

Facebook/Ibrahim Evsan

Die zur Holding Burda Digital gehörende DLD Ventures übernahm 2010 die Mehrheit an Sevenload. Seit 2012 ist Sevenload eine 100-prozentige Tochter der Burda Digital. DLD Ventures befindet sich laut Twitter-Post in Verhandlungen mit Investoren, die das Portal übernehmen möchten. Der Geschäftsbetrieb in seiner jetzigen Form am Standort Köln würde damit nicht mehr weitergeführt werden. Einen Grund für die Aufgabe nennt Evsan: "Googles Youtube war einfach zu stark."

Sevenload wurde 2006 von Ibrahim Evsan, Thomas Bachem und Axel Schmiegelow gegründet. Laut Agof (internet facts, Dezember 2013) hat das Portal 190.000 Unique User im Monat.

Auch Youtube hat derzeit allerdings ein Problem am Hals: Das Portal musste eine Schlappe im Rechtsstreit mit der Gema hinnehmen. Die Videoplattform muss die Texte ihrer Sperrtafeln ändern - oder Ordnungsgeld zahlen, so das Landgericht München.

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