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Die BrightRoll-Studie beleuchtet Videowerbung in Deutschland

Video Advertising Report 2012 "A Bright Future for Digital Video"

Obwohl die Mehrheit der Werbetreibenden den Wert von Onlinevideos erkennt, lassen die Mediapläne kaum Spielraum für digitale Videowerbung. Das ergab der "Video Advertising Report 2012" von BrightRoll, Anbieter digitaler Dienste für Videowerbung. Die Umfrage beleuchtete Mediabudgetverteilungen von Videowerbung und Branchentrends für 2012.

Die erfolgreiche Verbreitung von Onlinevideos hat nicht nur die Art und Weise verändert, wie Zielgruppen Videos konsumieren, sondern auch, wie Werbekunden Verbraucher per Video ansprechen. Zwischen der Verbraucherakzeptanz von Videos und den Ausgaben der Werbekunden gibt es nach BrightRoll allerdings eine beträchtliche Lücke: Obwohl die Mehrheit der deutschen Internetgemeinde regelmäßig Videos sieht, fehlt in einem Großteil der Mediapläne weiterhin eine Komponente für digitale Videowerbung: 25 Prozent der Befragten setzen in Deutschland kaum digitales Video als Werbemittel in den Kampagnen ein, nur drei Prozent berücksichtigten die Komponente in mehr als 80 Prozent ihrer Mediapläne und Angebote 2011.

Den Wert von Onlinevideo-Werbung erkennt aber die Mehrheit der Werbetreibenden: 78 Prozent der Umfrageteilnehmer halten Onlinevideos im Vergleich zu anderen Werbekanälen, wie zum Beispiel Displaywerbung, für effektiver. Die Frage, was Onlinevideos so effektiv macht, beantworteten 32 Prozent mit der Kombination aus Bild, Ton und Bewegung. Videos in Kombination mit Reichweite, Zielgruppenausrichtung und zusätzlichen Rich Media-Komponenten biete Werbekunden eine leistungsstarke Möglichkeit, mit ihren Zielgruppen zu kommunizieren, erklärt BrightRoll.

Obwohl der Wert von Onlinevideos Werbetreibenden offensichtlich klar ist, fehlt die Komponente in den Mediaplänen, was an folgenden Wachstumshindernissen liegen könnte: Über 44 Prozent der Befragten nennen den hohen Videopreis als begrenzenden Faktor für zunehmende Videowerbeausgaben in Deutschland. 48 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass niedrigere Kosten Werbekunden dazu bewegen würden, einen höheren Anteil ihrer Werbebudgets für digitales Video bereitzustellen. Darüber hinaus betrachten Werbekunden das Thema Reichweite als schwierig: 33 Prozent nennen beschränkte Reichweite als kritischen Aspekt, wenn es um Video geht.

Um ihre Videokampagnen zu managen, würden nach BrightRoll nur acht Prozent der deutschen Werbekunden mit einem Videonetzwerk arbeiten. Stattdessen gaben 63 Prozent an, sie bevorzugten die direkte Zusammenarbeit mit den Vermarktern. Auf die Frage, welche Art von Targeting dabei für Onlinevideo-Werbung am wertvollsten ist, nannten 46 Prozent kontextbezogene, 33 Prozent demographische und 19 Prozent verhaltensbezogene Zielgruppenansprache-Techniken.

Für die Zukunft stehen die Prognosen für die Werbeausgaben bei Onlinevideos nach BrightRoll allerdings nicht schlecht: Im Laufe der kommenden zwei Jahre sollen die Ausgaben in Deutschland um durchschnittlich 28 Prozent zunehmen. 35 Prozent der Befragten gaben an, sie planen 20 bis 40 Prozent ihres Displaybudgets auf Onlinevideos verlagern zu wollen. Darüber hinaus wollen 40 Prozent der Befragten mindestens einen kleinen Teil des Budgets von TV auf Onlinevideo verlagern. Für 2012 erwarten 52 Prozent der Werbekunden, dass digitales Video die größte Steigerung bei den Gesamtwerbeausgaben erleben wird.

Die BrightRoll Studie wurde im April 2012 zum ersten Mal in Deutschland durchgeführt.

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