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Zehn Fallgruben beim Linkaufbau (Foto: Fotolia.com/Ewe Degiampietro)

Zehn Fallgruben beim Linkaufbau

Halbwissen kann gefährlich sein. Alan Webb, Geschäftsführer von Abakus Internet Marketing, erklärt deshalb, wie erfolgreicher Linkaufbau aus seiner Sicht funktioniert - und wie nicht.

1. Satelliten-Domains

Eine der wirksamsten Möglichkeiten für erfolgreiches Linkbuilding war bis vor einigen Jahren die Strategie, zahlreiche Domains auf einem virtuellen Server zu registrieren und mit wenig Aufwand von dort auf die Hauptdomain zu verlinken. Das funktioniert nicht mehr! Selbst wenn Sie Domains auf unterschiedlichen IP-Adressen benutzen, klappt es aufgrund der Trust-Rank-Bestandteile des Google-Algorithmus nicht mehr. Zudem könnte es passieren, dass Sie durch solch eine Aktion das Vertrauen von Google in eine Website reduzieren und damit ein bereits erreichtes Ranking sogar negativ beeinflussen.

2. Seitentyp eingehender Links

Wenn eingehende Links fast ausschließlich von Blogs, aus Foren oder ausschließlich aus Artikelverzeichnissen kommen, erkennt Google das als unnatürlichen Linkaufbau beziehungsweise fehlenden Linkmix.

3. Ankertext

Der Ankertext (Linktext) gibt Google wertvolle Linkinformationen für die Einschätzung der Link-Diversifizierung. Stellen Sie sich einfach mal vor, Ihre Domain hat als inhaltliches Thema „Immobilien Berlin" und der Domainname ist „Muster-gmbh.de". Derzeit haben in der Regel 70 Prozent der eingehenden Links einen inhaltlichen Ankertext („Immobilen Berlin") und nur 20 Prozent den Ankertext des Firmennamens („Muster GmbH"); weitere 10 Prozent der Links haben variierende Texte wie „hier" oder „weiter". Diese Verteilung wirkt eher abstrafend als erfolgreich. Keywords als Bestandteil einer Domain, Ordner- oder Dateinamen sind dagegen oft hilfreich für ein gutes Ranking

Linkanzahl langsam steigern

4. Autorität verweisender Websites

Es gibt sehr viele Websitebetreiber, die denken, dass man zum erfolgreichen Linkaufbau fast ausschließlich Links mit einem hohen Google-Pagerank verwenden sollte. Das ist ein Mythos. Eine normale Website hat eine große Mischung und vor allem zu Beginn eher Links mit Pagerank 0 bis 3.

5. Seitenverteilung

Eine typische Qualitätsdomain wird nicht nur eine Startseite von guter Qualität haben, sondern ebenfalls auch gute Unterseiten. Sie sollten auf jeden Fall auf eine gute Seitenverteilung achten und nicht nur auf die Startseite verlinken.

6. Linkwachstum

Ein wirklich klassischer Fehler, der Personen mit gefährlichem Halbwissen unterläuft, ist immer wieder der zu schnelle Linkaufbau. Wenn der Google-Crawler 500 neue Links an einem Tag findet, geht die „Warnleuchte" an.

Ausnahme: Wenn Sie aber viele neue Links erhalten, weil Seiten wie stern.de oder spiegel.de über Sie schreiben, oder wenn es einen TV-Bericht über Ihr Unternehmen bzw. Angebot gab, dann kann Google dies an der Autorität und Typ der Links erkennen und positiv bewerten.

7. Mustererkennung

Die meisten gekauften oder getauschten Links werden in der Fußzeile oder einer Spalte ohne Kommentierung platziert, häufig mit etlichen anderen Links zusammen. Das weiß Google auch und sucht ebenfalls im Fußbereich und dort, wo mehrere Links mit nur einem Zeilenumbruch untereinander stehen. Dabei ist auch die Anzahl der Links und ihre Nähe zueinander entscheidend.

Dagegen sind Links, die eine „Empfehlung“ oder zumindest einen nützlichen Hinweis darstellen, üblicherweise im Hauptteil des Textes. Dies ist die Art von thematischen Links, die Sie anstreben sollten.

Vorsicht beim Linktausch

8. Geografie

Wenn eine deutschsprachige Website die Mehrzahl von Links erhält, die aus Russland oder von fremdsprachigen Sites kommen, , dann stimmt etwas nicht. Bei der Verwendung solcher Links in großer Anzahl müssen Sie ernsthaft befürchten, dass ihre Site für eine Überprüfung gekennzeichnet wird.

9. Reziproke Links

Tauschen Sie keine Links. Selbst wenn die Seite absolut sauber war, als sie erstmals den Link zu ihr gesetzt haben - was passiert, wenn die fremde Website nach einigen Monaten beginnt, wie verrückt zu spammen oder noch schlimmer, zu einer Viagra-Spam oder Porno-Website umgeleitet wird?

10. Spezielle Stolpersteine

Ein Webdesigner, der ein fantastisches WordPress-Template entwickelt hat, wurde von Google abgestraft, weil vor allem Porno-Websites über das Template auf seine Webseite verwiesen. Das Gleiche kann passieren, wenn ein Widget unkontrolliert eingebunden wird. Ähnliches gilt für all diejenigen, die planen, einen Seitenzähler-Service zu starten, bei dem ein kleiner Grafik-Button mit einem keywordreichen ALT-Attribut zu ihrer Website verlinkt.

Mehr zum Thema Linkaufbau berichtet Alan Webb unter abakus-internet-marketing.de.

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