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Tools für die Keywordsuche "Dem Volk aufs Maul schauen"

Erfolgreiches Marketing im Internet setzt immer voraus, den Kunden und dessen Bedürfnisse zu kennen. Patrick Brauckmann erklärt in seinem Buch "Web-Monitoring: Gewinnung und Analyse von Daten über das Kommunikationsverhalten im Internet", wie sie mit speziellen Tools die wichtigsten Suchbegriffe identifizieren.

Tracking der Suchbegriffe

Die meisten Statistiktools bieten die Möglichkeit, die Suchbegriffe auszugeben, über die Kunden auf die eigene Seite gelangt sind. Diese Suchbegriffe sind eine wichtige Quelle, um zu ermitteln, wonach Kunden im Internet suchen und welche der eigenen Seiten darüber gefunden werden. Mit diesen Informationen können Einstiegspfade für die Webseite identifiziert und optimiert werden. Dafür eignen sich zum Beispiel SEM-Kampagnen oder SEO-Maßnahmen.

Googles Suche als Hinweisgeber

Google hat sowohl in der Suchmaske, als auch auf den Ergebnisseiten zwei Systeme installiert, die Aufschluss über Suchverhalten und Querverbindungen bei den Suchbegriffen geben. Das erste System steht unter dem Namen Google Suggest zur Verfügung und blendet bereits während der Eingabe eines Suchbegriffes passende Suchanfragen ein. Aus Webmonitoring-Sicht erhält man mit dieser Abfrage wichtige Informationen über beliebte Suchabfragen zu einem Keyword und neue Kombinationen, die man bewerben kann.

In den Suchergebnislisten zeigt Google zu manchen Suchabfragen verwandte Suchbegriffe. Diese geben Auskunft darüber, nach welchen anderen Begriffen und Kombinationen Nutzer zusätzlich zum eigentlichen Keyword gesucht haben. Auch mit dieser Abfrage lassen sich neue Kombinationen aus Keywords zusammenstellen. Darüber hinaus werden auch Begriffe angezeigt, die mit der Suchabfrage verbunden sind. So kann man auch zusätzliche Suchbegriffe entdecken, die man bisher eventuell noch nicht genutzt hat.

Verwandte Suchbegriffe finden

Um eventuell auch Synonyme oder Abwandlungen von Begriffen zu erfassen, sollte man die eigenen Suchbegriffe regelmäßig auf verwandte Keywords überprüfen. Die Anzeige der verwandten Suchbegriffe ist dabei schon recht hilfreich, es gibt aber auch Tools, die diese Aufgabe noch genauer ausführen können. Der Google Dienst Insights for Search bietet eine Aufstellung der mit einer Suchabfrage verwandten Suchbegriffe und liefert darüber hinaus auch noch die sogenannten Rising Searches. Damit lässt sich nachvollziehen, welche neuen Keywords aktuell stark mit einer Suchabfrage verknüpft sind. Mit diesen Daten kann man auf eventuelle Änderungen im Suchverhalten der Kunden reagieren und zum Beispiel die Artikelbeschreibungen im Onlineshop anpassen oder die Navigation umstellen, um die Inhalte für Kunden intuitiver auffindbar zu machen.

Mit einem anderen Tool lassen sich auch die Webseiten der Mitbewerber auf Suchbegriffe untersuchen: Google Trends analysiert unter dem Punkt Websites nicht nur die Suchbegriffe sondern gibt auch Auskunft über andere Webseiten, die in Verbindung mit der Seite des Mitbewerbers häufig besucht worden sind.

Suchhäufigkeit erfassen

Neben der Erkennung von Suchanfragen ist es wichtig, deren Häufigkeit festzustellen, um entscheiden zu können, welche Anfragen für eine weitere SEM-Optimierungen geeignet sind. Diese Häufigkeit lässt sich am einfachsten mit Keywordtools feststellen, die Auskunft darüber geben, wie oft ein Suchbegriff oder eine Suchphrase verwendet wurde. Viele Anbieter haben solche Keyworddatenbanken im Angebot. Am einfachsten ist das Monitoring aber wohl mit dem hauseigenen Tool von Google. Neben der Abfrage der durchschnittlichen Häufigkeit von Suchbegriffen stehen auch lokale Suchabfragen zur Verfügung.

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