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Spamfilter umgehen Tipps gegen blockierte Mails

Spamfilter schützen die Verbraucher vor unerwünschter Werbung. Wie Sie verhindern können, dass Ihr Newsletter unter Spamverdacht gerät, hat Mailingexperte Thorsten Schwarz von absolit für Sie zusammengefasst.

1. Zertifizierte Versandserver

Der einfachste Weg, seriöse Serienmails zu erkennen, ist die IP-Adresse des Versandservers. Steht dieser auf der Liste der registrierten und zertifizierten Versender legaler Massenmails, muss die Mail nicht von dem relativ unscharf arbeitenden Spamfilter geprüft werden. Newsletter von zertifizierten Versendern werden am Spamfilter vorbei direkt ausgeliefert. Da die Zertifizierung jedoch aufwändig ist, arbeiten die meisten Unternehmen über die zertifizierten Server von Dienstleistern wie der Certified Senders Alliance.

2. Keine Beschwerden

Der zweitbeste Weg, Spam zu identifizieren, ist der Anteil der Beschwerden. Normale E-Mail-Verteiler produzieren nur ganz wenige Beschwerden. Wenn jedoch zum Beispiel Ihre Abmeldefunktion zu umständlich oder schwer auffindbar ist, kommt es zu Beschwerden. Der Grund: Statt den Newsletter direkt abzubestellen wird stattdessen der Spamknopf gedrückt.

3. Eintrag im Adressbuch

Der sicherste Weg, die Zustellung zu garantieren, ist ein Eintrag ins eigene Adressbuch. Daher sollten Sie Ihre Nutzer schon in der Begrüßungsmail nach der Registrierung aufforderen, die Absenderadresse Ihres Newsletters ins Adressbuch zu übernehmen.

4. Spamtest machen

Vor dem Versand sollten Sie einen Spamcheck durchführen. Dabei wird die E-Mail an eine definierte Adresse gesendet, die dann einen automatisierten Test durchführt. Im Anschluss erhalten Sie eine Übersicht über Verbesserungsmöglichkeiten. So können zum Beispiel große Überschriften und knallige Farben dazu führen, dass Spamverdacht geweckt wird. Fast ale E-Mail-Dienstleister bieten einen solchen Test an.

5. Betreff nicht zu werblich

Die Betreffzeile gehört neben Absender und Textkörper zu den wichtigsten Bereichen. Zwar arbeiten die wenigsten Spamfilter heute nur noch mit Schlüsselworten, trotzdem sollten Sie auf Begriffe wie Viagra im Betreff besser verzichten. Generell haben langfristig die weniger marktschreierischen Texte sowieso die besseren Öffnungsraten.

6. Gepflegte Liste

Wer mit einem mangelhaften Bouncefilter arbeitet, hat schlechte Karten. Rückläufer sind für Provider ein wichtiger Indikator für Spamlisten. Entfernen Sie ungültige Adressen lieber ganz schnell aus Ihrem Verteiler.

7. Sauberes HTML

Ein letztes Spamkriterium ist schlechtes HTML. E-Mail-Marketing hat in Bezug auf HTML einige Besonderheiten und selbst seriöse Versender verzweifeln da oft. Erst recht die Spammer: Spammails sind meist recht schnell erstellt und entsprechend strotzen sie nicht nur von Rechtschreib-, sondern auch Programmierfehlern. Diese werden von Spamfiltern erkannt und dienen der Indizierung. Auch sollten Sie in URLs auf IP-Adressen verzichten und in den Links stattdessen immer den Domainnamen nennen.

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