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AVM Zack: So testen Sie Ihre Internet-Geschwindigkeit

AVM Zack So testen Sie Ihre Internet-Geschwindigkeit

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Der Speedtest AVM Zack misst die Geschwindigkeit Ihrer DSL-Leitung und weitere Details wie Ping-Zeit und Paketverluste besonders genau. Liefert Ihr Provider, was er verspricht?

Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihre DSL-Leitung langsamer ist als der Provider angibt, dann messen Sie nach. Der kostenlose Speedtest Zack von AVM funktioniert nicht nur mit der Fritzbox, sondern mit jedem beliebigen Router. Wie ein derartiger Speedtest prinzipiell funktioniert lesen Sie im Profi-Wissen „Internet-Speedtest — so funktioniert's“. Alles weitere zum Speedtest Zack erfahren Sie im Folgenden.

Der Speedtest Zack von AVM liefert anders als viele andere Speedtests recht genaue Werte. Die zwischen Router und Gegenstelle ausgehandelte Leitungsgeschwindigkeit lässt sich nur auslesen, wenn Sie eine Fritzbox verwenden. Ein Mausklick genügt und Sie sehen auf einen Blick, welche Geschwindigkeit Ihr Provider tatsächlich liefert. Auch Details wie Ping-Zeit und Paketverluste geben Aufschluss über die Qualität Ihrer DSL-Verbindung.

Funktionsweise

Viele Speedtests liefern nur sehr ungenaue Messergebnisse. Das liegt daran, dass sie nur messen, wie lange es dauert, um ein Datenpaket von einem Server zu holen beziehungsweise dort abzulegen. Dabei spielen aber auch Server-Geschwindigkeit, Router-Modell, Netzwerkeinstellungen und andere Faktoren eine Rolle und verfälschen das Ergebnis.

Der Speedtest AVM Zack misst den Datenaustausch zwischen dem Router und einem definierten Server und ermittelt so genauere Werte. Zunächst schickt Zack kleine Pakete durch die Leitung, um die ungefähre Geschwindigkeit zu ermitteln. Der echte Test erfolgt dann mit maßgeschneiderten Testdateien.

Die bereitgestellte Leitungsgeschwindigkeit der Fritzbox liest Zack lokal über die Schnittstelle TR-064, eine Art Wartungsschnittstelle aus. Speedtest durchführen Um die Geschwindigkeit Ihrer DSL-Leitung zu messen, rufen Sie im Browser die Webseite www.avm.de/de/Service/FRITZ_Tools/zack/zack.html auf und klicken auf „Start“. Nach etwa einer Minute ist die Messung beendet und Sie sehen eine Übersicht mit den Ergebnissen.

Dabei erhalten Sie die Geschwindigkeiten in zwei Angaben: in MBit/s und MByte/s. Darüber hinaus ermittelt Zack die Ping-Zeit, den Jitter-Wert und die Paketverluste. Bei der Messung der Paketverluste kann es passieren, dass Ihre Firewall sich meldet. In diesem Fall erteilen Sie Zack die nötige Erlaubnis und wiederholen den Test.

Wenn Sie eine Fritzbox nutzen, dann erhalten Sie als zusätzliche Information die „Aktuelle Datenrate d. Leitung“, also die Geschwindigkeit, die der Provider bereitstellt.

So interpretieren Sie die Speedtest-Ergebnisse

Wenn Sie zum Beispiel eine DSL-Verbindung mit 16 MBit kaufen, dann ist die Geschwindigkeit immer mit dem Zusatz „bis zu“ versehen. In der Realität kommt weniger bei Ihnen an. Bei einer 16-MBit-Leitung sind es typischerweise 10 bis 11 MBit/s. Die Differenz geht an Zwischenstellen oder durch Übertragungsfehler verloren. Als Richtwert gilt: Wenn Sie zwei Drittel der maximalen Datenrate erreichen, dann ist Ihre  Verbindung im grünen Bereich.

Mit Ping-Zeit, Jitter und Paketverlusten liefert AVM Zack noch weitere aufschlussreiche Informationen.

Bei der Ping-Zeit ist alles bis zu 120 ms ein guter Wert.

Der Jitter ist die zeitliche Schwankung zwischen dem Empfang von zwei Datenpaketen. Um diese zu kompensieren, verlangsamt ein Puffer den Datenempfang. Oft liegt der Jitter im einstelligen Millisekundenbereich, aber auch Werte bis zu 30 ms sind noch normal.

Paketverlust heißt, dass ein Datenpaket den Empfänger nicht oder zu spät erreicht. Die Verlustrate sollte bei 0% liegen, bis zu 5% sind noch akzeptabel.

Zusätzliche Informationen aus der Fritzbox

Zusätzlich zum Speedtest Zack liefert das Webinterface der Fritzbox zahlreiche Informationen und Statistiken zu Ihrer DSL-Verbindung.

Sie öffnen das Webinterface, indem Sie in das Adressfeld des Browsers fritz.box eintippen. Klicken Sie auf „Einstellungen“ und darin auf „Erweiterte Einstellungen“. Unter „Internet, DSL-Informationen“ finden Sie eine Übersicht mit der Verbindungsgeschwindigkeit.

Der Reiter „DSL“ hält zahlreiche Details wie Latenz und Leitungsdämpfung bereit. Aufschlussreich ist auch der untere Bereich „CPE“ (DSL-Modem) und „COE“ (Gegenstelle), wo Verbindungsfehler aufgelistet sind. Der Reiter „Spektrum“ ist eher für Profis und zeigt das Signal-Rausch-Verhältnis. Interessant ist auch der Reiter „Statistik“: Hohe Werte bei den CRC-Fehlern weisen auf Probleme mit der DSL-Leitung hin. CRC ist ein Prüfsummen-Test.

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