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SEO-Tipps fürs Weihnachtsgeschäft (Foto: Fotolia.de/Ramona Heim)

SEO-Tipps fürs Weihnachtsgeschäft

Die Adventszeit ist für viele Shopbetreiber die wichtigste Zeit des Jahres. Eine gute Sichtbarkeit im Google-Index ist jedoch eine Voraussetzung dafür, dass auch im E-Commerce die Kasse klingelt. Ernest Mavriqi von Abakus Internet Marketing gibt zehn Empfehlungen.

1. Keywordrecherche

Es gibt drei verschiedene Arten von Keywords: "navigational“, "transactional“ und "informational“. Das höchste Suchvolumen erreicht man mit den "informational Keywords“. Diese Keywords bzw. die User sind allerdings für Onlineshops eher uninteressant, da sie nur nach Informationen suchen und nichts kaufen wollen.

Bei den "navigational Keywords“ sucht der User nach einem Brand. Diese Keywords sind zwar einfacher zu optimieren aber die Klickrate für Platz eins beträgt 99 Prozent, da der User direkt das Gesuchte findet und klickt. Sie sollten nicht auf andere Brands optimieren sondern versuchen, Ihre eigene Marke zu stärken, sodass Sie in Zukunft mehr "navigational Traffic“ erhalten.

Bei der Keywordrecherche für Onlineshops sollten Sie sich nur auf die "transactional Keywords" konzentrieren. Die transaktionsorientierte Suche generiert zwar weniger Suchvolumen als die "informational Keywords" aber dafür ist die Conversion-
Rate deutlich höher und darauf kommt es bei einem Shop an.

2. Title-Tag und Conversions-Keywords

Der Title-Tag ist eines der wichtigsten Kriterien bei der Onpage-Optimierung. Der Webseiten-Titel kann für bis zu drei Suchbegriffe optimiert werden. Je fokussierter desto besser. Jede Seite sollte einen individuellen Inhalt haben und somit dann auch einen eigenen, einzigartigen Title-Tag.

Unerlässlich für Shops sind so genannte "Conversion-Keywords". Die User haben mittlerweile gelernt, Ihre Suchanfragen zu spezifizieren. Deshalb ist es empfehlenswert, Conversion-Keywords wie zum Beispiel "kaufen", "bestellen", "günstig", "shop" usw. kontinuierlich bei der Suchmaschinenoptimierung zu berücksichtigen.

Recherchieren Sie vorher genau, welches Conversion-Keyword zu Ihrem Shop passt. Ein guter Title-Tag inklusive Conversion-Keywords könnte wie folgt aufgebaut werden:

“Produkt“ günstig kaufen im [Keyword] Online-Shop von Domain.de

3. Meta-Description

Die Meta-Description hat keinen direkten Einfluss auf das Google-Ranking. Das heißt jedoch nicht, dass man sie komplett vernachlässigen darf. Bei der Seitenbeschreibung ist es wichtig, einen ansprechenden und aussagekräftigen Marketingsatz zu
formulieren.

Versuchen Sie die Vorteile gegenüber den Mitbewerbern zu erwähnen, wie z.B. kostenloser Versand, Preis, Rabatte, Gutschein etc.. Es sind die ersten Sätze, die der Suchende über Ihren Shop liest daher sollte die Meta-Description nicht vernachlässigt werden.

Teil zwei: Content, Verlinkung und Duplicated Content

4. Content

Sowohl die User als auch der Suchmaschinen-Robot benötigen textlichen Inhalt, den man lesen kann. Es müssen nicht extrem lange Texte sein, aber beschreiben Sie z.B. auf der Startseite, worum es in Ihrem Shop geht. Verweisen Sie dabei aus dem Text heraus auf passende Produkte oder Kategorien. Je genauer und transparenter Sie die Produkte beschreiben, desto eher wird der Besucher zum Kunden.

5. Interne Verlinkung

Die beste Einstiegsseite bei Onlineshops ist die Produktseite. Auf dieser findet der User direkt den Preis, Bilder, eine Produktbeschreibung und den Weg zum Warenkorb. Leider ist es bei Shops oft so, dass die Produkte in der letzten Ebene kaum „Linkpower“ erhalten. So kann natürlich kein Ranking bei Google erreicht werden. Versuchen Sie deswegen, jede relevante Seite, für die ein Ranking erreicht werden soll, mindestens acht Mal intern zu verlinken. Nutzen Sie für die interne Verlinkung deshalb "Cross-Selling" auf den Produktseiten durch das Empfehlen weiterer Produkte.

6. Duplicate Content

Jede Seite einer Website sollte nur unter einer URL erreichbar sein. Bei Onlineshops wird leider oft durch Sortiermöglichkeiten oder andere Parameter sogenannter Duplicate Content erzeugt. Definieren Sie eine Standard-Domain, d.h. Sie müssen die Version http://domain.de auf die Version http://www.domain.de mit einem sogenannten permanent Redirect (301) weiterleiten. Intern sollten Sie zusätzlich noch auf die Version ohne "index.php" verlinken.

Dynamisch generierte Parameter können Sie mittlerweile durch die Google Webmastertools mit der Funktion "Parameterbehandlung" ignorieren lassen. Bei der Sortiermöglichkeit von Produkten und auch bei anderen DC-Problemen ist das Canonical-Tag eine gute Problemlösung. Mit dem Canonical-Tag definieren Sie die "Original-URL". Die Url bekommt einen Parameter angehängt, wie z.B. folgenden: http://www.domain.de/kategorie/produkt-abc.html?sortiert&farbe=blau&sessionid=5678.

Mit dem Canonical-Tag können Sie alle dynamisch erstellen Parameter dann auf die Originaladresse umleiten lassen. Dazu muss Folgendes zwischen den Head-Bereich integriert werden: . Nutzen Sie diese Funktion aber nur, wenn Sie sich absolut sicher sind, welchen Effekt das für Ihren Onlineshop hat.

Am besten verwenden Sie bei den Produkten zudem nicht die Herstellerbeschreibungen, sondern nutzen eigene Inhalte.

Teil drei: Performance, Produktsuche, PR

7. Performance

Die Geschwindigkeit einer Website spielt spätestens 2010 eine große Rolle bei der Suchmaschinenoptimierung, da Google im neuen Jahr die Geschwindigkeit von Webseiten in den Algorithmus mit einspielt. Trotzdem sollten Sie die Geschwindigkeit Ihrer Seite bereits jetzt optimieren. Google hat dafür sogar ein eigenes Firefox Addon herausgebracht: Page Speed.

Verwenden Sie ein gutes Caching-System und entlasten Sie ihren Server durch ein Content Delivery Network (CDN). Zusätzlich sollte der Quellcode schlank gehalten werden, indem zum Beispiel Javascript und CSS-Code in möglichst wenigen Dateien ausgelagert wird.

8. Google Produktsuche

Ein Shop darf heutzutage in der Google Produktsuche nicht fehlen. Für den Fall, dass Ihr Shop nicht gelistet ist, tragen Sie ihn heute noch im Google Merchant Center ein. Bei einer transaktionsorientierte Suche (der User will was kaufen), werden mittlerweile fast standardmäßig die Shoppingergebnisse in den organischen Ergebnissen eingeblendet.

Sie sollten regelmäßig, mindestens jedoch drei Mal die Woche, einen Datenfeed mit Attributen zu Ihren Produkten hochladen oder automatisiert an Google Base versenden. Es gibt einige Pflichtattribute wie z.B. Title, Beschreibung, Preis oder Zustand. Google stellt eine Liste mit allen vordefinierten Attributen zur Verfügung. Soweit es mit Ihren Produkten machbar ist, sollten die vordefinierten Attribute komplett genutzt werden. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, „benutzerdefinierte Attribute“ anzulegen. Diese Option sollten Sie auf jeden Fall nutzen. Mit den „benutzerdefinierten Attributen“ können Sie den Datenfeed individuell auf Ihr Sortiment anpassen.

9. Pressearbeit

Erreichen Sie mehr Reichweite über Online-Presseportale. Durch diese Portale, vorausgesetzt sie sind in den Google News vertreten, können Sie indirekten Suchmaschinen-Traffic generieren. Dadurch, dass die Google News Onebox in den organischen Ergebnissen eingeblendet wird (Universal Search) und die User über das Presse-Portal auf Ihre Seite gelangen, erreicht Ihr Shop zusätzlichen
Traffic.

10. Vernetzung mit anderen Seiten

Ohne Links funktioniert keine Suchmaschinenoptimierung. Versuchen Sie, sich durch einen USP (Unique Selling Proposition) von der Masse abzuheben. Sie sollten etwas „Originelles“ anbieten oder einfach regelmäßig bestimmte Aktionen (Linkbaits) durchführen. Dabei ist Ihre Kreativität gefragt. Gewinnspiele, Branchennews und Gutscheinaktionen sind nur drei der spannenden Möglichkeiten.

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