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Die richtigen Tools für SEOs

Die richtigen Tools für SEOs

Die Google Toolbar ist ein wichtiger Anfang

Die Google Toolbar ist ein wichtiger Anfang

Im letzten Teil unserer Einsteigerserie zum Thema Suchmaschinenoptimierung stellen wir einige Tools vor, die die tägliche SEO-Arbeit erleichtern und als Basiswerkzeuge dienen können. Jeder User sollte sich dabei mit den für ihn passenden Werkzeugen ausstatten.

Generell ist es von Vorteil, bei der Optimierung den Browser von Firefox zu verwenden, da dieser über zahlreiche Erweiterungen und Plug-ins in diversen Ausgestaltungen und für die unterschiedlichsten Aufgaben verfügt.

Google Toolbar

Eines der grundlegenden Werkzeuge, das bei der täglichen Arbeit sehr nützlich sein kann, ist die Google-Toolbar. Dabei handelt es sich um ein kostenloses Add-on für den Firefox-Browser, das nützliche Informationen und Features bietet. Neben der Anzeige des Page Rank einer Seite liefert das Tool noch verschiedene andere Funktionen. So können zum Beispiel die gegoogelten Suchbegriffe hervorgehoben werden.

Search Status

Das kostenlose Firefox-Plug-in Search Status gehört zur Grundausstattung jedes Optimierers. Mit dem Tool wird ein Großteil aller wichtigen Funktionalitäten mit nur wenigen Mausklicks direkt möglich. Beispielsweise lassen sich damit alle Nofollow-Links auf Knopfdruck farblich markieren, Backlinks zu einer aufgerufenen Seite lassen sich direkt über Yahoo oder MSN abfragen, die verwendeten Metatags können eingeblendet und die Robots.txt-Datei aufgerufen werden. Zusätzlich lässt sich die Keyword-Dichte zu einem beliebigen Suchbegriff auswerten und der Link-Report gibt Aufschluss über die Link-Struktur einer Seite.

SEO for Firefox

Ein weiteres „Must-have" für Webmaster ist das Add-on SEO for Firefox. Dieses Tool stammt vom SEO-Urgestein Aaron Wall und wurde bereits über 130.000 Mal heruntergeladen. Nach der Installation können die Google-Suchergebnislisten mit allerlei wichtigen Informationen angereichert werden. Die Infos werden direkt unter dem Suchtreffer eingeblendet, sodass man sich bereits auf der Suchergebnisseite ein erstes Bild von der jeweiligen Site machen kann.

Teil 2: Keyword-Tools von Google und Microsoft

Eine gründliche Keyword-Recherche bildet stets die Basis für erfolgreiches Suchmaschinenmarketing und ist zugleich in aller Regel auch der erste Schritt bei Optimierungsmaßnahmen. Doch leider ist das leichter gesagt als getan. Woher bekommt man - möglichst komfortabel - die passenden Keywords?

Google Keyword Tool

Der Suchmaschinenprimus Google bietet mit dem Keyword External Tool eine sehr gute und kostenlose Möglichkeit für die Suche nach Keywords. Dieses einfach zu bedienende Tool ermöglicht es, relativ schnell Keyword-Listen mit mehreren Hundert und mehr Begriffen zu generieren. Zu beachten ist, dass dieses Tool nicht nur für Adwords-Kunden verfügbar ist. Das Tool liefert nach Eingabe eines Suchbegriffs die dazu passenden Keywords, die nach Suchhäufigkeit sortiert werden und mit wenigen Mausklicks exportiert werden können. Obwohl Google inzwischen auch die tatsächlichen Suchhäufigkeiten angibt, sollte man diese Zahlen allerdings nicht immer für bare Münze nehmen. Nichtsdestotrotz lassen sich damit in jedem Fall Tendenzen ableiten.

Ein recht interessantes Feature des Google Keyword Tools findet sich im Register „Keywords zu einer Webseite". Damit wird Ihnen ein beträchtlicher Teil Ihrer Arbeit abgenommen, wenn es darum geht, aus bestehenden Seiten Keyword-Listen zu generieren. Nach Anklicken des Registers geben Sie einfach die gewünschte URL ein. Google versucht anschließend, möglichst viele Keywords aus der jeweiligen Website zu extrahieren. Die Ergebnisse sortiert Google dann in Keyword-Gruppen, die nach Relevanz geordnet sind. Die generierten Keyword-Listen lassen sich ebenfalls wieder exportieren.

Microsoft adLab

Das Microsoft adLab ist eine sehr interessante Spielwiese für alle, die sich mit Keyword-Recherche und der Analyse von Inhalten beschäftigen. Während das Google-Tool selbst für die Generierung sehr umfangreicher Keyword-Listen geeignet ist, liefert Microsoft mehr Informationen zu Demografie, Kundenverhalten und trendbasierte Daten, die man so kaum von anderen Quellen beziehen kann - etwa demografische Analysen, Content-Auswertungen und Lokalisierungen.

Teil 3: Backlink-Tools

Tools, mit denen man die Backlinks auf die eigene Website finden kann, gibt es inzwischen in Hülle und Fülle. Die folgenden Ansätze sollen daher lediglich als Einstieg dienen.

Yahoo Site Explorer

Der Yahoo Site Explorer ist der absolute Klassiker im Rahmen der Backlink-Analyse. Dieser Yahoo-Dienst sollte die Standardanlaufstelle jeder Optimierung sein. Mit dem Yahoo Site Explorer lassen sich recht vernünftige Backlink-Analysen durchführen, da Yahoo - im Vergleich zu Google - deutlich mehr Backlinks zu einer Seite anzeigt. Um die Backlinks einer Seite zu erhalten, klicken Sie auf den Button „Inlinks" und wählen dann im nebenstehenden Drop-down-Feld die Option „Except from this domain". Dadurch werden nur die eingehenden Links von Drittseiten ausgewertet. Die so generierte Liste bildet häufig eine äußerst vernünftige Ausgangsbasis für die Link-Generierung.

SEOmoz Linkscape

Wer es kurz und prägnant haben möchte, der ist mit Linkscape von SEOmoz sehr gut bedient: Nur vier Werte sieht man hier - neben der absoluten Anzahl an Links jeweils einen mozRank. Da es sich bei SEOmoz um eine der führenden amerikanischen Agenturen im SEO-Segment handelt, kann man davon ausgehen, dass die dort angezeigten Werte recht zuverlässig sind.

 Aber was bedeuten die Noten im Einzelnen? Ein paar Tests haben ergeben, dass Google.com der Spitzenreiter ist, der auf mehr als 9 Punkte kommt. Die Seite von SEOmoz erhält gut 6 Punkte, Google.de liegt bei 7 und Typo3.org liegt ebenfalls bei etwas über 7 Punkten, was als Zeichen für eine recht starke Webpräsenz interpretiert werden kann.

Domain Inbound Links Checker

Sehr spartanisch ist die Optik des Links Checker, den eine Organisation mit dem Namen „Online-Utility" bereitstellt. Interessant an dem Tool ist, dass die Links nach Domains sortiert angezeigt werden. Gerade wenn man auf der Suche nach einem bestimmten Domaintyp ist, kann das Feature durchaus von Nutzen sein. Nationale Domains werden allerdings unsortiert in einer gemeinsamen Kategorie angezeigt, sodass man nicht auf einen Blick erkennen kann, wie viele Links beispielsweise von einer .de- und von einer .at-Domain stammen, sofern man grenzüberschreitend tätig ist. Hat man von einer Website mehrere Links erhalten, werden diese durchnummeriert. Per Klick auf eine der Nummern gelangt man zur verlinkenden Seite. Auf diese Weise lässt sich überprüfen, wie der Link tatsächlich dargestellt wird.

Backlinkwatch

Eines vorweg: Bei diesem Tool benötigen Sie etwas Geduld. Bis der Backlinkwatch ein Ergebnis ausspuckt, dauert es zwar eine ganze Weile. Dafür sind die Informationen aber auch ziemlich umfangreich: In der ersten Spalte steht der anklickbare Link zur verlinkenden Seite. Interessant ist vor allem die zweite Spalte, in der der Link-Text zu finden ist. Dabei kann es sich auch um ein Bild handeln. In der vorletzten Spalte wird wiederum angezeigt, wie viele Links von der Seite ausgehen. Und die letzte Spalte gibt schließlich an, ob es sich um einen Nofollow-Link handelt.

Insbesondere im Bereich der Backlink-Analyse sollte man mit den Ergebnissen etwas vorsichtig sein, da die Datenquellen häufig nicht klar sind. Eine gewisse Skepsis ist daher durchaus berechtigt.

Egal ob Sie selbst optimieren oder optimieren lassen: Haben Sie Geduld! Vernünftige Optimierungsmaßnahmen brauchen Zeit - nur so kann sichergestellt werden, dass der Link-Aufbau natürlich und kontinuierlich erfolgt - und langfristiger Erfolg eintreten kann.

Mehr zum Thema Tools für SEOs lesen Sie in der nächsten Ausgabe der INTERNET WORLD Business, die am kommenden Montag erscheint. Hier geht's zum kostenlosen Probeabo.

Weitere Praxistipps zu SEO:

  • Wie Sie den Pagerank beeinflussen
  • Methoden für Whitehat- und Blackhat-SEOs
  • So zeigen Sie Suchmaschinen den Weg
  • Tags, Duplicate Content und "sprechende" URLs
  • Die goldenen Regeln des Link-Building
  • Linkbaits, Blogs und Videos: Linkbuilding in der Praxis

Wenn Ihnen das zu aufwändig erscheint, lesen Sie hier, wie Sie den richtigen Dienstleister finden.

Teil 4: So finden Sie den richtigen Dienstleister

Seitenbetreibern stellt sich oft die Frage, wer die Suchmaschinenoptimierung übernehmen soll: Investiert man selbst die Zeit, seine Rankings zu „pimpen", oder greift man auf einen Dienstleister zurück, von denen es mittlerweile eine Vielzahl in unterschiedlichen Größen, Ausprägungen und Qualitäten gibt. Wer sich heutzutage noch auf einen Anbieter mit Platzierungsgarantie oder Suchmaschinen-Anmeldungsservice einlässt, sollte seine Auswahlkriterien noch einmal überdenken. Bei einer seriösen Optimierung handelt es sich nicht um Hexerei oder geheime Techniken. Vielmehr ist in diesem Zusammenhang solides Handwerk und kontinuierliche Arbeit gefragt.

Auf der Suche nach einem geeigneten Dienstleister sollten Sie sich einige Fragen stellen - und diese vor allem von den infrage kommenden Kandidaten beantworten lassen:

  • Welche Referenzen kann die SEO-Agentur vorweisen?
  • Wie „sichtbar" ist die Agentur selbst im Netz?
  • Handelt es sich um eine reine SEO-Agentur oder bietet der Dienstleister eine Vielzahl an Onlinedienstleistungen an?
  • Wie sehen das Vergütungsmodell und die Vertragsgestaltung aus?
  • Wie reagiert die Agentur auf die Frage der angewendeten Mittel und Methoden?
  • Vermittelt der Ansprechpartner Kompetenz und Seriosität? Und kann er die von Ihnen gestellten Fragen schlüssig beantworten?
  • Wie sieht es mit Reportings und Auswertungen aus?
  • Verfügt die zur Debatte stehende Agentur über Zertifikate oder Auszeichnungen - insbesondere im Bereich der Suchmaschinenoptimierung?
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