INTERNET WORLD Business Logo Abo

Checkliste PLA-Umstellung Google-Shopping-Kampagnen richtig aufsetzen

Shutterstock.com/Haslo Group
Shutterstock.com/Haslo Group

Im September ist es soweit: Google stellt alle Product-Listing-Ads-Kampagnen auf Shopping-Kampagnen um. Dabei werden jedoch nicht alle Einstellungen übernommen. Shop-Betreiber sollten jetzt handeln.

Google Shopping ist nach der klassischen Suche einer der wichtigsten Traffic- und Umsatzkanäle für Internet-Händler. Gut ein Drittel des Umsatzes, der über die Suche kommt, wird bei den meisten Retailern über diesen Kanal erzielt. Der Schlüssel zum Erfolg sind detaillierte und gut strukturierte Produktdaten, die der Webshop an die Suchmaschine übermitteln muss.

Mit den Shopping Campaigns hat Google bereits im Februar 2014 die Verwaltung der produktbezogenen Suchmaschinenwerbung für Werbungtreibende vereinfacht. Ab dem 2. September schränkt Google nun die Funktionalitäten der Product Listing Ads (PLA) Campaigns stark ein In einer zweiten Phase werden dann sukzessive alle Kampagnen mit Produktinformationen in Google Shopping Campaigns migriert.

Wer bei der Übernahme der Einstellungen nicht selbst im Merchant Center und auch im AdWords-Konto aktiv wird, riskiert Fehler bei der Migration - und verschenkt außerdem Umsatzpotenzial. Denn er schöpft die neuen Möglichkeiten nicht aus, die Shopping Campaigns bieten. Damit nichts schiefgeht, hat die Hamburger Performance-Marketing-Agentur eprofessional eine Checkliste für die neuen Shopping-Kampagnen zusammengestellt.

1. Datenfeed-Anpassung

Nutzen Sie bereits die custom_label-Spalten? Wenn nicht, sollten Sie das unbedingt ändern. Nur so können Sie Ihr Produktportfolio in den Shopping Campaigns optimal abbilden. Denn mit Hilfe der custom_label-Spalten können Sie die Produktgruppen der Shopping Campaigns feingliedriger unterteilen.

2. Kampagnen-Einstellungen

Haben Sie die Priorität Ihrer Kampagne auf "hoch" eingestellt? Beim Aufsetzen einer Shopping Campaign ist die Priorität der Kampagne automatisch auf "niedrig" gesetzt. Wird dies nicht geändert, werden unter Umständen andere, weniger relevante Shopping Campaigns ausgespielt.

3. Inventarfilter

Spielen Sie alle Produkte aus dem Merchant Center aus? Unter dem Einstellungspunkt "Inventarfilter" können Sie die Bewerbung von Produkten durch Filter reduzieren. Überprüfen Sie hier, ob all Ihre Produkte in Ihrer Shopping Campaign ausgespielt werden. Sollten Sie bestimmte Artikel nicht ausspielen wollen, empfiehlt es sich, dies über die Produktgruppen abzubilden. Damit haben Sie die Möglichkeit, auch für diese Artikel die von Google bereitgestellten Informationen zu nutzen und weitere Erkenntnisse daraus abzuleiten.

4. Adgroup-Struktur

Wie viele Adgroups (Anzeigengruppen) verwenden Sie? Als Google die Shopping Campaigns einführte, konnte man nur eine einzige Adgroup erstellen. In dieser waren dann sämtliche Produktgruppen enthalten.

Bei den Shopping Campaigns werden aber Anzeigentexte und ausschließende Keywords nicht auf Produktgruppen-Ebene, sondern immer noch auf Adgroup-Ebene hinterlegt. Haben Sie also nur eine Adgroup, wird zum Beispiel für alle Produkte derselbe Anzeigentext hinterlegt. Mit der Umstellung ist es möglich, für eine Shopping Campaign mehrere Adgroups zu erstellen.

Strukturieren Sie Ihre Shopping Campaign also so, dass für verschiedene Produktsegmente auch verschiedene Anzeigengruppen angelegt werden. Nur dann können Sie einen passenden Werbetext hinterlegen und ausschließende Keywords differenzierter einbuchen.

"Google pusht den Shopping-Kanal. Wir gehen davon aus, dass das nicht das letzte Update gewesen ist", erklärt Benjamin Prause, COO/CSO von eprofessional. "Ich rate allen Online-Händlern, die Updates für die Google Shopping Campaigns jederzeit im Blick zu behalten. Je feiner der Produktdaten-Feed aufgesetzt ist, desto besser sind die Ergebnisse. Es lohnt sich wirklich, in die Fleißarbeit zu investieren."

Auch Google selbst versucht, den Anwendern zu helfen: Um es Werbekunden zu erleichtern, ihre bereits existierenden Produktinfo-Kampagnen in das neue System zu übertragen, hat sich der Suchgigant ein Upgrade-Tool ausgedacht. Das neue Tool hilft dabei, Shopping-Kampagnen zu erstellen, die auf den bisher festgelegten Daten der bereits bestehenden Kampagnen für Anzeigen mit Produktinformationen basieren.

Das könnte Sie auch interessieren