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Fehler bei der Neukundengewinnung (Foto: Fotolia.com/Nikolai Sorokin)

Fehler bei der Neukundengewinnung

Kontakt zu potenziellen Kunden zu bekommen ist für Unternehmen extrem wichtig. Mathias Seidler, Geschäftsführer von net:dialogs, zeigt die größten Fehler auf, wenn es um die Leadgenerierung via Internet geht.

Die Katze im Sack kaufen

Der Kauf von Adressdaten über das Internet birgt rechtliche und damit auch finanzielle Gefahren. Durch den zweiten Teil der Datenschutznovelle, die im September in Kraft tritt, muss für die Benutzung der Daten ein Werbeeinverständnis vorliegen. Liegt das Einverständnis nicht vor, sind die teuer eingekauften Daten nutzlos.

Unzureichende Bild- und Filmrechte

Die Integration von Bewegtbild- oder Bild-Motiven aus aktuellen Werbekampagnen in die Onlinekampagne erhöht die Aufmerksamkeit und den Wiedererkennungswert. Für die Verwendung von Bilddaten aus TV und Print benötigen Sie die entsprechende Bild- und Filmrechte.

Einsatz falscher Kommunikationskanäle

Umso teurer die Website-Buchung, desto höher die Qualität und geringer die Streuverluste - diese Formel geht im Performancemarketing nicht auf. Die Zielgruppenansprache im Internet erfolgt über eine Vielzahl von Kanälen.

Keine Anreize schaffen

Das Produkt des Kunden steht immer im Vordergrund. Aber nicht immer können nur die Produkt-USPs den User davon überzeugen, seine wertvollen Daten zu hinterlassen. Schaffen Sie Mehrwerte für den Nutzer durch Gewinnspiele, Produktproben oder zusätzliche Gratis-Angebote. Auch kostenlose Podcasts, Whitepapers, Guided Tours oder Ratgeber können als Entscheidungsbeschleuniger dienen.

Ist Ihre Zielgruppe online?

Zu viel Kleingedrucktes

Vermeiden Sie Querverweise, Fußnoten und die obligatorischen * und **. Das erzeugt Misstrauen und führt häufig zum Abbruch der Anmeldung. Machen Sie es dem User leicht: Einfache Botschaften, einfache Anmeldung, geringer Aufwand.

Keine Verknüpfung der Kampagne mit der Unternehmenshomepage

Informieren Sie die User auch auf der Homepage Ihres Unternehmens über Ihre laufende Kampagne. Damit schaffen Sie einen Vertrauensvorschuss für ihre Direkt-Marketingkampagne.

Gewonnene Kontakte werden nicht zeitnah angesprochen

Onlinemarketing-Maßnahmen verpuffen, wenn die gewonnenen Daten nicht direkt für die Kundenansprache genutzt werden. Schnelle Reaktionszeiten sind erforderlich, um aus dem Interessenten auch einen Kunden zu machen. Internetnutzer machen sich einen Spaß daraus, namhafte Unternehmen auf deren Reaktionszeit zu testen und dies auch zu veröffentlichen. Zusätzlich sollte bei Direktmarketing-Maßnahmen, mit denen zum Beispiel direkte Vertragsabschlüsse generiert werden, der Vertrieb entsprechend vorbereitet werden. Anschließende CRM-Maßnahmen, aufgebaut auf der Ursprungskampagne, sind unabdingbar, um aus einem Interessenten einen langfristigen Neukunden zu machen.

Zielgruppe ist offline

Nicht jedes Produkt ist 1:1 für den Vertrieb im Internet geeignet oder adaptierbar. Eine gewisse Masse der potentiellen Zielgruppe muss vorhanden und im Netz aktiv sein. Erklärungsbedürftige Produkte sind gegebenenfalls am PoS, also im Direktvertrieb, besser aufgehoben. Hier stellt Onlinemarketing jedoch immer eine sinnvolle Ergänzung dar.

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