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Weihnachtsdeko

Praxistipp E-Mail-Kampagnen für Weihnachten vorbereiten

Shutterstock / MichaelJayBerlin
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Das amerikanische Email Experience Council empfiehlt Webhändlern, vor allem ihre Kampagnen des Vorjahres zu analysieren.

Lange bevor in den Läden die Weihnachtsdeko hängt, senden US-Einzelhändler schon E-Mails an ihre Kunden, um sie zum Geschenkekauf für das Fest zu motivieren. Die Aussendung erfolgt in 16 Phasen, hat der Email Experience Council (EEC), die Abteilung für E-Mail-Marketing innerhalb der amerikanischen Direct Marketing Assocation (DMA), festgestellt. Aufgrund der anderen Feiertagstradition sind die Phasen in den USA nicht direkt mit den verkaufsstarken Tagen im deutschen Einzelhandel vergleichbar.

Schon im August haben im vergangenen Jahr die ersten US-Händler mit der Erwähnung des Festes in ihren E-Mails begonnen, nicht im Haupttext, sondern als kleine Fußnote. Ab Mitte November fokussieren die US-Einzelhändler ihre werbliche E-Mail-Ansprache dann komplett auf Weihnachten, hat eine Analyse von mehr als 3.300 Mails aus dem vergangenen Jahr ergeben. Um einen besseren Erfolg zu erzielen, sei es wichtig, zu analysieren, was im vergangenen Jahr gut funktioniert habe und was nicht, sagt Kara Trivunovic, Director Strategic Services beim amerikanischen E-Mail-Marketing-Dienstleister Premiere Global Services (Detailfragen siehe Kasten).

Die Empfehlung "The Retail Guide to the Holiday Season" des EEC gibt noch weitere Tipps für das vorweihnachtliche E-Mail-Marketing. Die meisten Händler beenden den Relaunch oder das Redesign ihrer Webseite im September, sodass sie für das Weihnachtsgeschäft vorbereitet ist. "Stellen Sie sicher, dass Sie die Änderungen erklären und die Vorteile des neuen Designs hervorheben", empfehlen die Autoren des Guides. Um sich im Briefkasten von anderen E-Mails abzuheben, rät der Guide, animierte Gifs einzusetzen. 19 Prozent der großen Onlinekaufhäuser hätten so ein kleines bewegtes Bild zumindest einmal in einer Mail verwendet.

Händler mit sehr loyalen Kunden können kurz vor dem Fest eine E-Mail-Serie starten, wenn sie die Empfänger beispielsweise an Sonderangebote im Kaufhaus erinnern oder ihnen exklusive Rabatte, die nur die E-Mail-Empfänger erhalten, bieten wollen. Andererseits warnt der Guide auch vor einer "dramatischen Frequenzerhöhung" der Aussendungen. Denn am Ende zähle allein die Frage, ob sich die höhere Frequenz auch gelohnt hat. Wer mit E-Mails überflutet wird, streicht seine Adresse aus dem Verteiler. Verlorene Abonnenten müssen dann wieder ersetzt werden – und das kostet.

Analysetipps für E-Mail-Marketing-Kampagnen zu Weihnachten

Um die E-Mail-Marketing-Kampagne für die diesjährige Weihnachtssaison vorzubereiten, empfiehlt es sich laut "Retail Email Guide to the Holiday Season" des Email Experience Council, die E-Mail-Kampagnen des letzten Weihnachtsgeschäfts zu analysieren, und zwar mit folgenden Fragen:

  • Welche E-Mail-Kampagne vor Weihnachten wies die höchste Konversionsrate auf? An welchem Tag wurde sie versendet? Worum ging es in der E-Mail und wie lautete die Betreffzeile?
  • Welche Aussendung hatte die niedrigste Konversionsrate? An welchem Tag wurde sie versendet, wie lautete die Betreffzeile?
  • An welchen Tagen war die Konversionsrate am höchsten?
  • Welche Segmentierungstaktik war am erfolgreichsten?
  • Welche Kampagnen wurden am häufigsten weitergeleitet? Was hat diese Kampagnen so "viral" gemacht?
  • Auf welche E-Mail-Aussendung folgten die meisten Abmeldungen, die meisten Spam-Beschwerden? Warum?
  • Musste das Unternehmen aus irgendeinem Grund "Entschuldigungsmails" versenden? Was war der Grund dafür, und wurden inzwischen Schritte unternommen, um das Problem zu beheben?
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