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PR im Social Media Newsroom Foto: iStock.com/MagnusJohansson

PR im Social Media Newsroom Dialog statt Monolog

Das klassische Sender-Empfänger-Modell entwickelt sich mehr und mehr zu einem Sender-Empfänger-Sender-Modell. Die digitalen Medien mit ihren vielfältigen Kommunikationskanälen haben diese Veränderung möglich gemacht. Unternehmen müssen heute aktiv mit der Zielgruppe in den Dialog treten und die relevanten Informationen nutzergerecht aufbereiten. Tanja Kiellisch von der Internetagentur kernpunkt gibt Hinweise, wie Sie Social Media Newsrooms dafür nutzen können.

Unternehmenskommunikation 2.0: Twittern, Xingen und Flickern

Profile in sozialen Netzwerken werden von den meisten Nutzern als Selbstverständlichkeit angesehen. Je nach Informationsangebot sollten ausgewählte Plattformen ein entsprechendes Informationskontingent des Unternehmens bereit halten. Aktualität ist hier das A und O. Meldungen innerhalb eines sozialen Netzwerks werden mehrmals täglich, Beiträge im Micro-Blogging sogar mehrfach in der Stunde aktualisiert. Zu den wichtigsten Anbietern gehören:

  • Soziale Netzwerke: Facebook, studiVZ, schülerVZ und meinVZ, MySpace
  • Video: YouTube, Vimeo
  • Foto: Flickr, Picasa
  • Blog: Corporate Blog
  • Micro-Blogging: Twitter
  • Präsentationen: Slideshare, issuu
  • Business-Kontakte: Xing, LinkedIn
  • Lokalisierung: Google maps, Quype

Allein das Angebot von sozialen Medien macht aus einem Unternehmen noch keinen interessanten Gesprächspartner. Deshalb ist es so wichtig, die einzelnen Plattformen stets mit Leidenschaft zu pflegen und Relevanz als oberste Regel zu beachten.

Pressemitteilung 2.0: Neue Zielgruppen erschließen

Die klassische Pressemitteilung mit Headline, Lead, Inhalt mit im Text absteigender Relevanz und Hintergrundinformationen wird weiterhin existieren. Zunehmend verfolgen aber auch Kunden und Interessenten die medialen Aktivitäten eines Unternehmens oder einer Marke. Sie suchen nach seriösen und faktischen Informationen, legen dabei jedoch Wert auf eine einfache Informationsstruktur und schätzen das „Informationshäppchen für zwischendurch“. Diese Zielgruppe ist als Multiplikator nicht zu unterschätzen.

Die Pressemitteilung 2.0 ist wie eine abgespeckte Version der klassischen Pressemitteilung zu verstehen. Hier kommt es ebenfalls auf eine aussagekräftige Headline an und einen Lead, der knackig und prägnant die wichtigsten Details zusammenfasst. So dient sie sowohl als Übersicht für Journalisten als auch Informationsmedium für Medienkonsumenten. Auf Fließtext wird so gut es geht verzichtet. Dafür finden Aufzählungen, Listen und Zitate Platz, die zugleich suchmaschinenoptimiert für eine höhere Reichweite sorgen. Die multimediale Unterstützung sorgt für eine leichte Informationsaufnahme.

Teil 2: Was gehört in den Social Media Newsroom?

Social Media Newsroom: Kommunikation mit den Medienkonsumenten

Der amerikanische PR-Spezialist Todd Defren gilt als Erfinder des Social Media Newsrooms. Von ihm stammt folgende Feststellung: „Bevor es das Internet gab, hatten PR-Verantwortliche 50 Medienkontakte, die sie regelmäßig mit (journalistisch aufbereiteten) Informationen versorgten. Seit Social Media und Web 2.0 müssen PR-Verantwortliche zusätzlich eine direkte Beziehung zu den Medienkonsumenten aufbauen und sie mit Informationen ansprechen, weil diese jetzt selbst mediale Inhalte online herstellen und publizieren.“

Dafür kann der professionelle Einsatz eines Social Media Newsrooms sorgen. Hierbei handelt es sich um eine Webseite innerhalb eines Unternehmensauftritts, üblicherweise als Rubrik im Pressebereich. In diesem gesonderten Raum werden Pressemitteilungen angeboten, die von der klassischen Formulierung abweichen und einem erweiterten Nutzerkreis Informationen für die weitere Veröffentlichung anbieten. Dort werden die verschiedensten Werkzeuge und Kanäle des Web 2.0 zusammengeführt.

Was gehört in den Social Media Newsroom?

Ein Social Media Newsroom beinhaltet moderne Kommunikationsinstrumente, wichtige Ansprechpartner, aktuelle Newsfeeds, den Zugriff auf externe Medien und die Rechteeinräumung über zum Beispiel Creative Commons. Folgende Elemente sollten integriert werden:

  • Soziale(s) Netzwerk(e)
  • Twitter (falls vorhanden)
  • Aktuelle Newsfeeds
  • Pressemitteilungen 2.0
  • Videos
  • Bildmaterial
  • Diskussionsraum
  • Corporate Blog
  • Pressespiegel
  • Ansprechpartner des Unternehmens (via sozialem Netzwerk)
  • Verlinkungen auf fremde Quellen
  • Lizensierung durch Creative Commons

Ein Social Media Newsroom strahlt Lebendigkeit, Aktualität und Transparenz nicht nur aus, sondern steht Synonym dafür. Er ist ein modernes und innovatives Kommunikationsinstrument im Bereich Business to Consumer und demonstriert die Medienkompetenz eines Unternehmens.

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